Mercy. Gefangen / Rebecca Lim

26. Dezember 2011 / Rezensionen / 0 Comments

Mercy weiß nicht, wer sie ist. Sie hat nicht mal einen eigenen Körper. Manchmal wacht sie einfach in einem anderen Menschen auf und übernimmt für kurze Zeit sein Leben. „Souljacking“ heißt dieser Fluch, dem sie willenlos ausgeliefert ist. Erst als sie Ryan trifft, wird alles anders: Mercy verliebt sich – zum allerersten Mal. Doch Ryan braucht mehr als ihre Liebe, er braucht Hilfe. Seine Schwester wurde entführt und nur Mercy kann sie finden. Denn in Mercy schlummert eine uralte Macht.


Mercy - Gefangen

Mercy. Gefangen / Rebecca Limvon Rebecca Lim
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2011
ISBN: 978-3-473-40064-5
Seitenzahl: 256
Genre: Jugendbücher
Reihe: Mercy #1
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Mercy ist ein Engel ohne Flügel. Sie hat nicht einmal einen eigenen Körper. Sie schlüpft in das Bewusstsein anderer Menschen und übernimmt die Kontrolle über deren Leben. "Souljacking" hat Mercy dieses Phänomen getauft, dem sie selbst willenlos ausgeliefert ist ... Mercy hilft Ryan Daley, seine entführte Schwester zu befreien. Dafür muss sich Mercy als Solistin im Schulchor und gegen feindliche Engel behaupten.


Kurz gesagt

Bis jetzt kann ich nicht eindeutig sagen, dass mir das Buch gefallen hat und trotzdem ist meine Neugier auf die nächsten Bände geweckt, weil das Thema für mich einfach neu ist und weil ich gerade nach dem Ende doch wissen möchte, was aus Mercy und Ryan wird.

Meine Meinung

Es fällt mir schwer für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, da ich gar nicht sagen kann, ob es mir gefallen hat oder nicht.

Das Cover an sich ist ein echter Hingucker. Ich finde es sehr interessant, wie nur das Auge farblich hervorgehoben wird. Mit der geschwungenen Schrift dazu erhält das Cover etwas Magisches. Passend zum Thema.

Bei der Gestaltung der einzelnen Kapitel habe ich zum ersten Mal gestutzt. Zwischen manchen Kapiteln bleibt eine Seite frei, bei anderen dagegen nicht. Ich habe den Eindruck, dass sich da einer nicht entscheiden konnte, wie das Layout nun aussehen soll. Zudem sind mir ein paar Rechtschreibfehler aufgefallen. So wird aus einem Spencer mal eben ein Spenser.

Die Idee für diese Geschichte ist an sich wahnsinnig spannend und für mich neu.
Mercy wacht in einem fremden Körper auf – in dem von Carmen. Sie weiß nicht, wer sie selbst ist, nur dass sie keinen eigenen Körper hat und es immer wieder unvorhergesehen passiert. „Souljacking“, wie Mercy dieses Phänomen nennt.
Im Körper von Carmen lernt sie Ryan kennen. Dieser braucht ihre Hilfe, denn seine Schwester ist verschwunden. Alle glauben, dass Lauren tot ist, nur Ryan nicht …
Mercy hilft Ryan bei der Suche und verliebt sich in ihn.

Die kurzen Kapitel und die jugendliche Sprache lassen das Buch zügig durchlesen – ein wahrer Pageturner.
Die Erzählperspektive ist überaus interessant. Obwohl aus der Ich-Perspektive geschrieben, wird immer wieder deutlich, dass Mercy Carmens Bewegungen steuert.
So ist der Autorin wirklich gut gelungen die Körperlosigkeit von Mercy darzustellen.

Die Geschichte habe ich bis zum Schluss jedoch nicht ganz verstanden. Ich hoffe, das liegt nur daran, dass dies der erste Band einer Reihe ist.

Wie Mercy in das Leben von Carmen eintaucht und dabei ihre Rolle übernimmt, war interessant mitzuverfolgen. Mercys Charakter ist sehr gegensätzlich zu dem von Carmen. Gerade deswegen ist es spannend und an einigen Stellen auch witzig, die Reaktionen auf Carmens neues „Ich“ zu sehen.

Die entstehende Verbindung zu Ryan wirft dagegen einige Fragen auf. Mag ja sein, dass Mercy sich urplötzlich in den jungen Mann verguckt, aber woher kommt sein schnelles Vertrauen zu ihr?
Von der auf dem Cover angekündigten Liebe ist hier noch nicht viel zu spüren, bis auf Mercys beginnende Schwärmerei. In der Hinsicht, darf man in den Fortsetzungen sicher mehr erwarten.

Die Suche nach Lauren dagegen war wieder total spannend. Zwischendurch hatte ich das Gefühl einen guten Thriller zu lesen.

Zum Ende hin wird das Buch ein wenig … nun ja … sagen wir merkwürdig. Wer würde so einfach die Geschichte von der körperlosen Mercy glauben, ohne den anderen zunächst für verrückt zu halten?

Und so ist das ganze Buch ein hin und her zwischen Spannung und fragendem Augenbrauenheben.


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