Goldstein / Volker Kutscher

23. Dezember 2011 / Rezensionen / 0 Comments

Berlin 1931: Wirtschaftskrise, gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen SA und Rotfront, Machtkampf unter den Ringvereinen. Gereon Rath bekommt den Auftrag, den US-Gangster Abraham »Abe« Goldstein zu beschatten. Aus einer Gefälligkeit für das Bureau of Investigation wird ein tödlicher Wettlauf.

Rath langweilt sich auf seinem Beobachtungsposten im Hotel Excelsior und ahnt nicht, dass Goldstein sich längst frei und bewaffnet in der Stadt bewegt. Als der Unterweltboss Marlow Rath zu einer privaten Ermittlung zwingt, gerät er zwischen die Fronten des Bandenkriegs. Charly Ritter, seine Nochimmernicht-Verlobte, hat den Vorbereitungsdienst angetreten, und als sie eine junge Obdachlose, die ohne Fahrschein in der S-Bahn erwischt wurde, bei der Vernehmung entwischen lässt, berühren sich ihre Ermittlungen mit denen Gereons – und sie bekommen richtig Krach.


Goldstein

Goldstein / Volker Kutschervon Volker Kutscher
Verlag: KiWi
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2011
ISBN: 978-3-462-04323-5
Seitenzahl: 573
Genre: Krimi & Thriller
Reihe: Gereon Rath #3
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five-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Berlin 1931: die Wirtschaftskrise verschärft sich, die Auseinandersetzungen zwischen SA und Rotfront werden gewalttätig, in der Unterwelt tobt ein Machtkampf, und Gereon Rath bekommt den Auftrag, den US-Gangster Abraham "Abe" Goldstein zu beschatten. Aus einer Gefälligkeit für das Bureau of Investigation wird ein tödlicher Wettlauf.


Meine Meinung

„Goldstein“ war mein erster Krimi.

Anfangs hatte ich große Bedenken, dass das Buch eine bloße Aneinanderreihung von politischen Fakten mit ein wenig Verfolgungsjagd beinhaltet, aber schon nach den ersten Seiten haben sich alle Zweifel in Luft aufgelöst und ich habe das Buch verschlungen.

Kutscher baut in seiner Geschichte wahnsinnig viele Handlungen ein, die anfänglich voneinander unabhängig zu sein scheinen, im Verlauf der Geschichte aber immer mehr ineinander greifen und am Ende völlig stimmig zu einem Ganzen vereint werden.

In den über hundert Kapiteln springt der Leser immer wieder zwischen den Handlungen. Kutscher hat es immer wieder geschafft, einen Abschnitt am spannendsten Punkt zu beenden, so dass man einfach immer weiterlesen musste. Bis zum Schluss war der Verlauf der Geschichte nicht vorhersehbar.

Kutscher baut seine Geschichte in die politischen Geschehnisse Anfang der 30er Jahre ein, ohne dabei den Leser mit unnötigen Details zu langweilen. Er hat seine Informationen so passend ausgewählt, dass die Spannung erhalten bleibt, aber man sich trotzdem in das Zeitgeschehen hineinversetzen kann. Außerdem erfährt man einige interessante Dinge über die jüdische Kultur.

Die Protagonisten sind allesamt überaus interessant. Keiner ist wirklich gut oder böse. Selbst der vermeindliche Bösewicht zeigt seine menschliche Seite und der eigentlich gute Polizist überrascht mit kriminellen Machenschaften. Das ist eine sehr spannende Abwechslung zu manch anderen Büchern, in denen Gut und Böse genaustens voneinander abgegrenzt werden.

Fazit

Ich bin absolut begeistert von dem Buch und kann es jedem empfehlen – egal ob Krimi-Fan oder nicht.


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