Ein Sommer ohne uns / Sabine Both

10. Juli 2016 / Rezensionen / 0 Comments

Hallo ihr Lieben,

ich wäre wohl nie über dieses Buch gestolpert, wenn der Verlag es mir nicht unter die Nase gehalten hätte. Dabei ist das Thema gerade für mich so interessant. Es geht um die erste Beziehung und die damit auftauchende Angst, etwas im Leben zu verpassen. Ich bin selbst immer noch mit meinem ersten Partner zusammen und kenne dem entsprechend diese Gedanken und die Kommentare von außen. Dem entsprechend war ich sehr gespannt auf Sabine Boths Geschichte.

ein sommer ohne uns Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage.
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Für Zwischendurch

Die Handlung beginnt in der Vergangenheit – nämlich mit dem ersten Kuss von Verena und Tom. 5 Jahre später sind die beiden immer noch ein Paar und stecken mitten im Abistress.

Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht der zwei Protagonisten erzählt. Durch die unterschiedlichen Schriftarten lassen sich die beiden Perspektiven sehr gut auseinander halten.

Wir erleben wie dem Paar (vor Allem Verena) erste Zweifel an der Beziehung zueinander kommen. Will ich wirklich mein ganzes Leben mit diesem Menschen verbringen? Verpasse ich etwas? Durch das Umfeld werden diese Gedanken weiter verstärkt und Verena schlägt etwas (für mich persönlich) Unvorstellbares vor. Sie trennen sich für einen Sommer und machen Erfahrungen mit anderen. Kann das gut gehen?

Ich empfand den Schreibstil für so ein sensibles Thema wenig gefühlvoll und auch die Charaktere nicht sonderlich eindrucksvoll. Ich habe weder mit Verena noch mit Tom mitfühlen können. Ich habe ihre Geschichte gelesen und das war es, aber was will man bei einem 240 Seiten starken Buch mehr erwarten? Da bleibt eben nicht der Platz für große Gefühle. Die eingebaute Geschichte rund um die Eltern fand ich daher auch unpassend und schlichtweg unnötig.

Die Handlung selbst fand ich dagegen interessant. Die Autorin konnte mich bis zur letzten Seite gut unterhalten. An vielen Stellen habe ich mich gefragt, wie ich mich in den verschiedenen Situation verhalten hätte.

Am Ende nimmt die Geschichte für mich einen zufrieden stellenden Ausgang.


Ein Sommer ohne uns

Ein Sommer ohne uns / Sabine Bothvon Sabine Both
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016
Seitenzahl: 240
Genre: Jugendbücher
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three-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? Mit ihrer ganz eigenen, poetischen Sprache wendet sich Sabine Both den Themen offene Beziehung, Fremdgehen und Treuebruch zu, das viele Jugendliche bewegt, und lässt es ihre Protagonisten durchleben. Sie schildert, wie vorsichtig man in einer Beziehung mit Vertrauen und den Gefühlen des Partners umgehen sollte, ohne pädagogisch belehrend daherzukommen. Eine unterhaltsame, besondere Liebesgeschichte mit Tiefgang.


Fazit: Ein Sommer ohne uns ist eine kurzweilige Geschichte über das Erwachsen werden, die erste Liebe und Vertrauensbrüche. Auch wenn mich der Schreibstil und die Charaktere nicht vom Hocker gerissen haben, habe ich die Geschichte gern gelesen.

3 von 5 Leseecken


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