Die Gewürzhändlerin / Petra Schier

29. Dezember 2011 / Rezensionen / 1 Comment

Luzia verbringt mit ihrer Herrschaft die Wintermonate in Koblenz. Die Bauerntochter ist überwältigt: Das Leben in der Stadt ist so aufregend! Ihr Glück scheint vollkommen, als der Gewürzhändler Martin Wied sie um ihre Mitarbeit bittet: Ingwerwurzeln, Safranfäden, Paradieskörner, Zitronenöl, Muskatnuss – Luzia entdeckt ihre Passion.
Ihr Verkaufstalent, ebenso wie ihr hübsches Äußeres, bleibt auch anderen nicht verborgen. Ausgerechnet Siegfried Thal, der Sohn von Martins größtem Konkurrenten, will Luzia zur Frau. Noch bevor Martin ihr seine eigenen Gefühle offenbaren kann, wird er des Mordes angeklagt. Überzeugt von seiner Unschuld, beginnt Luzia nach dem wahren Täter zu suchen …


Die Gewürzhändlerin

Die Gewürzhändlerin / Petra Schiervon Petra Schier
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2011
ISBN: 978-3-499-25628-8
Seitenzahl: 544
Genre: Historische Romane
Reihe: Kreuz-Trilogie #2
Weitere Bücher der Reihe: Die Bastardtochter
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Von der Eifel an den Rhein: Ein Frauenschicksal im Mittelalter.
Luzia verbringt mit ihrer Herrschaft die Wintermonate in Koblenz. Die Bauerntochter ist überwältigt: Das Leben in der Stadt ist so aufregend! Ihr Glück scheint vollkommen, als der Gewürzhändler Martin Wied sie um ihre Mitarbeit bittet: Ingwerwurzeln, Safranfäden, Paradieskörner, Zitronenöl, Muskatnuss - Luzia entdeckt ihre Passion. Ihr Verkaufstalent, ebenso wie ihr hübsches Äußeres, bleibt auch anderen nicht verborgen. Ausgerechnet Siegfried Thal, der Sohn von Martins größtem Konkurrenten, will Luzia zur Frau. Noch bevor Martin ihr seine eigenen Gefühle offenbaren kann, wird er des Mordes angeklagt. Überzeugt von seiner Unschuld, beginnt Luzia nach dem wahren Täter zu suchen …


Kurz gesagt

Dies war mein erster Roman von Petra Schier und ich kann absolut nicht verstehen, dass ich bisher noch nichts von ihr gehört habe. Frau Schier gehört ab heute zu meinen Lieblingsautoren.

Meine Meinung

Die Handelsstadt Koblenz im 14. Jahrhundert.
Vor dieser Kulisse setzt Petra Schier ihre Geschichte um Luzia Bongert fort.

Gebannt habe ich den Werdegang Luzias von Elisabeths Leibmagd zur Gewürzhändlerin verfolgt. Als Bauerntochter steht ihr dies nach den Regeln der Stände nicht zu, doch bis auf Elisabeth und wenige andere weiß niemand von ihrer eigentlichen Herkunft.
Zusammen mit dem Freund Martin Wied schafft sie es, sich immer mehr in dem männerbeherrschtem Geschäft zu etablieren, doch dies findet nicht bei jedem Gefallem … vor Allem nicht bei der männlichen Konkurrenz.

Es ist nicht nötig den Vorgängerroman gelesen zu haben. Die Geschichte ist in sich geschlossen und verständlich. Trotzdem kommen immer wieder Andeutungen aus Luzias Vergangenheit vor, so dass ich unbedingt auch noch den ersten Teil lesen möchte.

Die Autorin beschreibt die Stadt und die Personen wunderbar bildlich.
Ich kann die Gewürze förmlich riechen, den Wein schon fast schmecken. Es fällt nicht schwer, sich die belebte Stadt vorzustellen. Die Personen erhalten allesamt ihre eigenen Charakterzüge, so dass es nicht schwer fällt, diese zu mögen oder nicht.
Hilfreich dabei sind auch die Karte von Koblenz und das Personenregister.

Luzia reißt den Leser durch ihre Einzigartigkeit mit. Ihr loses Mundwerk bringt sie das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten und mich immer wieder zum Schmunzeln. Besonders die Dialoge zwischen ihr und Wied sind amüsant zu lesen, weil die beiden sich in ihrer sturen Art in nichts nachstehen.

Zum Ende hin wird die Geschichte mit der Anklage Wieds nochmal richtig spannend, so dass die Seiten wie im Fluge vorrüberziehen.

Ich bin endlos begeistert.


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