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Atwoods Oryx und Crake & Das Herz kommt zuletzt / Autoren- und Buchspecial

27. Juni 2018 / (Buch)Aktionen / 8 Comments

Willkommen zum dritten Atwood-Buchspecial. Nachdem euch Jill gestern bereits zwei Titel vorgestellt hat, stelle ich euch heute zwei weitere Bücher vor.

Vergesst am Ende nicht, die Gewinnspielfrage zu beantworten, um euch die Chance auf ein großes Atwood-Überraschungspaket zu sichern, das uns freundlicherweise von Piper und dem Bücher-Magazin zur Verfügung gestellt wurde.


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Oryx und Crake

Klappentext

Crake und Jimmy sind Freunde, und sie lieben dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie leben in einer von Klimakatastrophen bedrohten Welt in einer gar nicht so fernen Zukunft. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, ist Wissenschaftler und arbeitet an der Entwicklung neuer Medikamente, die die Menschen gegen Epidemien immunisieren sollen, aber er verfolgt darüber hinaus seine ganz eigenen Pläne …

Im 21. Jahrhundert wird Amerika durch eine Seuche mit einem Schlag ausgelöscht. Es gibt nur einen Überlebenden und dieser muss sich aus den Ruinen der Häuser Konserven suchen, um zu überleben. Dabei muss er sich ständig vor den gefährlichen Organschweinen in Acht nehmen, die einst als eine Art Körperersatzteilproduzent gezüchtet wurden.

Außerdem wurde dem Organschwein ein Wachstumsgen eingesetzt, so dass Nieren, Leber, Herz rascher heranreiften; inzwischen arbeiten sie an einem Schwein, das fünf bis sechs Nieren gleichzeitig erzeugen konnte.

In gedanklichen Rückblenden erzählt der Überlebende von den technischen Fortschritten vor der Seuche. Atwood zeichnet hier ein düsteres Zukunftsszenario, das an manchen Stellen nicht allzu weit entfernt von uns scheint.


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Das Herz kommt zuletzt

Klappentext

Wer wohnt schon gern in seinem Auto? Zumal, wenn marodierende Banden die Stadt beherrschen? Stan und Charmaine, ein nettes, normales Paar, durch die Wirtschaftskrise in Not geraten, werden immer verzweifelter. Eine Anzeige verheißt Rettung: das Positron Project, ein »soziales Experiment«, verspricht ein Leben in Sicherheit und geregelten Verhältnissen. Hastig unterschreiben sie, obwohl die Bedingungen eigenwillig sind: Alle Bewohner der streng abgeschiedenen Stadt Consilience wechseln im Monatsturnus zwischen dem Status eines Gefangenen und dem eines Freien. Zunächst läuft alles bestens – auch wenn Charmaine und Stan, ohne dass der jeweils andere davon weiß, eine sexuelle Obsession für ihre Hauspartner entwickeln – also jene Leute, die ihr schmuckes Heim bewohnen, wenn sie selbst den Gefängnismonat absolvieren. Doch dann finden sich Charmaine und Stan durch einen »Buchungsfehler« in verschiedenen Zyklen wieder, und bald ist viel mehr gefährdet als nur ihre Ehe …

Ein vollkommen anderes Zukunftsszenario, aber nicht weniger eindringliches. Die Wirtschaft bricht zusammen und die Protagonisten (über)leben in einem Auto. Letzte Rettung scheint das Positron Project zu sein, aber welche Gefahr ihnen droht, ahnen sie erst später…

Wenn man Behandlungen ausführt, stellt man das große Ganze nicht in Frage, man existiert im gegenwärtigen Moment, man will es einfach nur gut hinkriegen und seine Pflichten erfüllen.

An der ein oder anderen Stelle ist die Geschichte leicht übertrieben und Informationen zum System zu wenig erklärt, aber letztendlich zeigt sie auf eindringliche Art und Weise die Manipulierbarkeit der Menschen in ihrem Handeln und Denken und macht dieses Buch zu einer guten Diskussionsgrundlage.


Alle Beiträge in der Übersicht

25.06.18 Margaret Atwood und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

26.06.18 Buchvorstellungen: Der blinde Mörder und Alias Grace

27.06.18 Buchvorstellungen: Oryx und Crake und Das Herz kommt zuletzt

28.06.18 Reading Guide

29.06.18 – 01.07.18 Gemeinsames Atwood-Lesewochenende auf Twitter #wirlesenatwood


Gewinnspiel

Natürlich sollt ihr bei unserem Special nicht leer ausgehen. Dank Piper und dem Bücher-Magazinkönnt ihr ein großes Atwood-Überraschungspaket gewinnen.

Und was müsst ihr dafür tun? Beantwortet unter jedem unserer Beiträge die Frage. Habt ihr alle vier Fragen bis zum 1.7.18 23:59 Uhr beantwortet, landet ihr im Lostopf. Der Name des Gewinners wird unter diesem Beitrag veröffentlicht.

Es gelten die Teilnahmebedingungen. Mit dem Schreiben eines Kommentars erkennt ihr diese an.


Die Gewinnspielfrage

Atwoods Geschichten sind speziell, eindringlich und immer aktuell.

Lest ihr Dystopien und welche ist euch besonders im Kopf geblieben und warum? Falls nein, warum habt ihr noch keine Dystopie gelesen?

eure-yvonne


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8 responses to “Atwoods Oryx und Crake & Das Herz kommt zuletzt / Autoren- und Buchspecial

  1. wuschel

    Nein, ich lese so gut wie nie Dystopien, weil mir das Thema einfach zu düster ist. Wenn ich lese möchte ich entspannen und Kraft tanken.

  2. Ida

    Hi liebe Yvonne!
    Die Reihe um Oryx und Crake habe ich geliebt – auch wenn ich zugeben muss, dass ich am Ende des ersten Bandes noch recht verwirrt war. Aber die nachfolgenden zwei Bände haben mich dann sowas von aus den Latschen gehauen, dass ich danach noch wochenlang sprachlos war und mir diese Bücher einfach nicht aus dem Kopf gehen wollten. Dystopien lese ich sehr, sehr gerne. Die erste Dystopie, die ich gelesen habe, war tatsächlich Divergent – und davon war ich damals so geflasht, dass ich Dystopien direkt in mein Herz geschlossen habe. 😀 Aber meine liebste Dystopie ist ‚Fahrenheit 451‘ – ein Buch, das mich zutiefst erschüttert hat und bei dem ich geschockt feststellen musste, dass es gar nicht so weit weg von unserer Realität ist, wie man meinen mag.
    Liebste Grüße,
    Ida

  3. Huhu 🙂
    Aktuell lese ich ja mit Careys Die Berufene eine postapokalyptische Geschichte, die mir wirklich gut gefällt. An diesen Geschichten, ebenso wie an Dystopien gefällt mir dieses große „Was wäre wenn“, was immer mit schwingt. Was wäre, wenn wir wirklich irgendwann an diesem Punkt angelangt sind? Die Menschheit scheint zu allem fähig zu sein.

    Liebe Grüße!
    Gabriela

  4. Ricarda

    Hallo Yvonne,
    Ich lese Dystopien unglaublich gerne! Diese „Was wäre wenn..“ und Zukunftsszenarien sind nicht nur spannend, sondern regen zum Nachdenken an.
    Eine meiner liebsten Dystopien ist Dark Canopy/Dark Destiny von Jennifer Benkau. Eine eindringliche, emotionale, abwechslungsreiche Geschichte mit tollen Charakteren <3 Kann ich wirklich nur empfehlen.

    Liebe Grüße,
    Ricarda

  5. Liebe Yvonne,
    ja, ich lese unglaublich gerne Dystopien, wobei meine letzte tatsächlich etwas länger zurückliegt.
    Meine letzte Dystopie war Die Bestimmung. Die Idee hinter den unterschiedlichen Einteilungen nach den Eigenschaften der jeweiligen Bewohner, hat mir sehr gut gefallen, vor allem, da das System von Außen betrachtet zunächst nicht unfair wirkte. Erst mit der Zeit verstand man, dass selektiert wird und trotz, dass eigentlich die Regierung geregelt schien, entstand dennoch ein Machtkampf.
    Extrem gut hat mir Tribute von Panem gefallen. Das Schlimme an dieser Umsetzung war vor allem der Vergleich mit unserer eigenen Welt. Dass man die eigene Gesellschaft durch dystopische Romankonstrukte in Frage stellt, gefällt mir beim Lesen am besten.
    Noch lesen möchte ich unbedingt 1984 von George Orwell 🙂

    Alles Liebe,
    Sarah

  6. Liebe Yvonne,
    ich lese wirklich gerne Dystopien, wobei ich oft auf Happy Ends hoffe, was leider nicht immer der Fall ist 😀 Meine letzte Dystopie… liegt schon echt weit zurück. Aber Selection war definitiv meine liebste. Ich weiß, es ist nicht so die richtige Antwort, aber tun wir einfach mal so, als wenn Selection meine letzte war. Ich wurde so mitgerissen, von den verschiedensten Zukunfstvisionen und ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie es später später mal sein wird. Alles voller Technik? Oder wird es wieder Könige geben? Man weiß es nicht. Diese Frage beschäftigt mich immer wieder.

    Liebe Grüße, Becca

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