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Wie ich als Mama einen Buchblog führe und immer wieder daran scheitere

30. Januar 2017 / Yvonnegeschichten / 12 Comments

Es ist Sonntag und die Sonne scheint. Eigentlich ein toller Tag, um als Familie einen Ausflug zu unternehmen, aber ich möchte heute meinen Blog pflegen. Ich möchte Beiträge für die kommende Woche schreiben und planen, weil ich weiß, dass ich unter der Woche kaum Zeit für meinen Blog finden werde.

Mein Ziel war es, mal wieder eine Kolumne zu schreiben, einen Beitrag abseits der üblichen Rezensionen, Vorschauen oder Rückblicke. Ich lese solche Beiträge gerne bei anderen Bloggern und erhoffe mir auch bei mir den ein oder anderen Leser mehr.

Aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

 

bloggen

 

Mama, Mama, Mamaaaaaa

Allein das Schreiben der Überschrift hat 3 Anläufe gebraucht. Zwischen „Mama, ich möchte eine Banane.“, „Mama, tomm ma mit.“ und „Mama, Josi hat mich schon wieder gehauen.“ versuche ich passende Ideen zu finden, recherchiere im Internet nach möglichen Aufhängern, doch dabei flitzt der größte kreative Anreiz direkt vor meinen Augen rum: meine Mädels.

Mit ihren 8 und 2 Jahren leben die beiden in verschieden Welten und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Sie machen regelmäßig Lärm und Blödsinn, schlagen sich die Köpfe ein und erfinden gemeinsam die schönsten Spiele. So wie es unter Geschwistern wohl normal ist.

Leider nehme ich mir viel zu selten Zeit, sie genau zu beobachten, denn ich habe einen festen Tagesplan und möchte schließlich noch Blogbeiträge schreiben.

 

Hin- und Her gerissen

Das Leben ist unfassbar schnelllebig. Den Spagat zwischen Job, Familie und Hobby zu schaffen, ist nicht immer einfach. Irgendwas bleibt immer auf der Strecke.

Manchmal möchte ich gern für mich alleine sein, ein gutes Buch lesen oder meinen Blog pflegen, aber dann melden sich sofort die Pflichten und das schlechte Gewissen gegenüber den Lieben. Ich bin neidisch auf die Blogger, die mehrmals die Woche posten und auf den Sozialen Netzwerken unheimlich aktiv sind … ach Halt! … da kommt schon wieder das schlechte Gewissen.

Und dann sehe ich wieder meinen Chaoten zu. Mein Mini ist gerade Königin Elsa und singt „Ich bin frei“, während meine Große ihr aus einem Schal eine Schleppe zurechtmacht. Ich muss lächeln und vergesse meinen inneren Groll über die (wieder einmal) nicht geschafften Beiträge oder Rezensionen.

 

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Und nun ist doch in wenigen Minuten eine Kolumne entstanden, während ich meinen spielenden und meckernden Chaoten zuschaue.

 

Was hindert euch immer wieder am Bloggen? Habt ihr auch immer wieder das Gefühl zu scheitern?


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12 responses to “Wie ich als Mama einen Buchblog führe und immer wieder daran scheitere

  1. Hallo liebe Yvonne,

    na das sind aber zwei hübsche Gründe, um immer wieder vom Bloggen abgehalten zu werden. 😉 Wie du schon geschrieben hast, ein toller Beitrag ist nun trotzdem daraus geworden. Ich habe auch zwei Mädels, allerdings schon in der Pubertät, da hab ich ab und an mehr Zeit. Aber bei mir ist die liebe Prokrastination häufig im Weg. Am besten gelingen mir, wie bei dir hier, die spontanen Beiträge. 😉

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    • Yvonne

      Liebe Karin,
      vielen Dank erst einmal für dein Kompliment. 🙂

      Ja, die liebe Prokrastination habe ich hier mal außen vor gelassen. Die kommt manchmal natürlich auch noch dazu. Diesen Beitrag zu schreiben, war mal ein richtig schönes Gefühl, denn ich hatte keinerlei Ansprüche an mich oder an diesen Post. Es waren einfach ein paar ehrliche Zeilen. Ich glaube davon kommt demnächst ein bisschen mehr, denn dieses unbeschwerte Bloggen macht einfach viel mehr Spaß.

      Viele Grüße
      Yvonne

  2. Sehr schöner Artikel, liebe Yvonne. Ich kenne das so gut. Wie gerne würde ich häufiger etwas für den Blog tun und meine Gedanken, die mir kommen, während ich den Kleinen in den Schlaf begleite, aufs „Papier“ bringen .. Nur schaffe ich es einfach nicht. Meine Klebezettel mit Ideen & Formulierungen häufen sich und ich weiß beim besten Willen nicht, wann ich die alle mal abarbeiten soll/kann.

    Aber so sehr ich mein Hobby auch liebe und für mich selbst brauche, meinen Sohn liebe und brauche ich mehr. Und er braucht mich. Er ist so wahnsinnig anhänglich und wild. Will die Welt entdecken, sie erobern und Mama muss überall mit dabei sein. Ja, ich wünsche mir oft, auch mal 5 Minuten einfach verschnaufen zu dürfen, mit einer Freundin telefonieren, Fotos für Instagram schießen oder Beiträge schreiben zu können. Und dann sehe ich die Freude in seinen Augen, wenn ich gemeinsam mit ihm den Wald erobere oder das Klettergerüst erzwinge und bin glücklich.

    Wir sollten kein schlechtes Gewissen haben, weil uns die Zeit mit unseren Liebsten wichtiger ist. Wir sollten glücklich sein und nicht vergessen, dass wir die Regeln für unseren Blog schreiben.

    Ganz liebe Grüße und eine dicke Umarmung
    Maike

    • Yvonne

      Liebe Maike,
      es ist schön von anderen Mamis zu lesen, denen es ähnlich geht. Bei den vielen (bloggenden) Mamas, die scheinbar alles im Griff haben und dabei auch noch perfekt aussehen, kommt man sich selbst manchmal „klein“ vor. Aber Vieles ist vielleicht auch mehr Schein als Sein.

      Du hast natürlich vollkommen recht: „Wir schreiben die Regeln für unseren Blog selbst.“

      Ich wünsche dir und deinem kleinen Mann alles Gute und viele weitere eroberte Klettergerüste. 😉

      Viele Grüße
      Yvonne

      • Hi Yvonne,

        auch wenn diese Antwort nicht mir galt muss ich jetzt doch was dazu sagen *lach* Ich hoff das ist okay 😉

        Was heisst hier… „Bei den vielen (bloggenden) Mamas, die scheinbar alles im Griff haben und dabei auch noch perfekt aussehen, kommt man sich selbst manchmal „klein“ vor.“

        Hallo? Sehen wir wirklich hinter all die möchte gerne all zu perfekten Fassaden? Ich denke, und vielleicht tu ich jetzt den meisten unrecht, je mehr sich jemand bemüht nach Aussenhin alles perfekt erscheinen zu lassen, bei dem steckt der Wurm drin. Klar, vielleicht lesen die 20 und mehr Bücher, schaffen angeblich Haushalt, Arbeit und die Hobbys im Schlaf, aber, wie sieht es da mit der Qualität aus? Egal was ich tu, ich möchte mehr Qualität als Quantität. Mehr Achtsamkeit anstelle einfaches konsumieren. Egal wobei es sich handelt.

        Also, schau all die perfekten Mamis an und bleib kritisch. Und ehrlich, auch wenn die alles so gebacken bekommen wie sie behaupten… Scheiss egal! Du bist du! Keiner läuft in deinen Schuhen noch läufst du in den Schuhen anderer. So wie du es machst, solange es für dich gut ist, sich richtig anfühlt, ist es genau das was richtig ist für dich. Egal was andere sagen.

        Sorry noch mal fürs rein senden 😉

        Ganz liebe Grüsse aus einem verregneten Zürich
        Alexandra

  3. Guten Morgen Liebes,
    wie gut ich das kenne, was du beschreibst. Ich bin zwar keine Mama im herkömmlichen Sinne, aber ich habe ja einen kleinen Hund und der will, ob man es glaubt oder nicht, auch Aufmerksamkeit bekommen. Manchmal kommt die, und das gebe ich nur äußerst ungerne zu, einfach zu kurz. Weil ich lange arbeite, weil ich momentan mein Leben umstelle und viel Zeit am Herd oder im Fitnessstudio verbringe und dann natürlich noch der Blog. Eine elende Schande ist das. Ich kann mich momentan nicht so gut aufs Lesen konzentrieren, weil mich so vieles umtreibt und dann lese ich mal etwas, aber ich kann einfach nicht drüber schreiben, weil. Ja, warum eigentlich ? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Und dann ist da wieder meine neue Lebensweise und ich will darüber schreiben. Viel und ständig eigentlich. Will Neues ausprobieren und es mit euch teilen, aber das gehört wohl kaum in groben Mengen auf einen Buchblog.
    Mal sehen, was sich daraus noch entwickelt..

    Liebst, Lotta

    • Yvonne

      Liebste Lotta,
      das stimmt, die lieben Hundchen wollen auch ihre Aufmerksamkeit.

      Und warum schreibst du nicht über deine neue Lebensweise? Eine neue Kategorie angelegt und los geht’s. Ich glaube viele deiner Leser (mich eingeschlossen) interessiert das. Man, du kannst so stolz auf dich sein und bist für viele garantiert ein Vorbild. Teile das mit uns! 😉

      Viele Grüße
      Yvonne

  4. Cindy Kumos Buchwolke

    Hallo liebe Yvonne,

    ich würde es nicht als Scheitern bezeichnen, das klingt zu hart. Dir kommt eben das normale Leben dazwischen, so ist das nun mal. 😀 Aber vom Gefühl, weiß ich genau was du meinst. Seit letztem Freitag, sag ich mir, ich muss noch viel mehr für meinen Blog machen. Und bei mir ist es bisher nur die Arbeit, die meine gesamte Aufmerksamkeit verschlingt. Ich möchte mich nun in strukturiertes Zeitmanagement versuchen.
    Ich drücke dir die Daumen und vielleicht ist locker lassen die Zauberformel, bleib ganz bei dir und nicht die anderen, so geschäftigen Bloggern. 🙂
    Liebe Cindy

    • Yvonne

      Liebe Cindy,
      danke für deine lieben Worte.

      Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Versucht eines strukturierten Zeitmanagements. Solltest du einen Masterplan gefunden haben, melde dich bitte bei mir. 🙂
      Ja, dieses „locker lassen“ ist sicher öfter angebracht. So macht das Bloggen definitiv mehr Spaß.

      Viele Grüße
      Yvonne

  5. Liebe Yvonne,

    naja, das ist Leben und ich sehe das nicht als scheitern an. Solltest du auch nicht. Klar, auch ich musste das lernen. Inzwischen sind meine Kinder alle Erwachsen, haben eigene Familien oder sind grade dran diese zu planen. Da hab ich schon länger mehr freie Zeit als du grade hast. Aber, deine Süssen werden ja auch älter und ich wette mit dir, dann denkst du dir oft wie traurig es ist, das sie dich nicht mehr so brauchen *gg* Ja, der Spagat zwischen arbeiten, Familie, Haushalt und den eigenen Bedürfnissen zu machen ist für uns Frauen besonders schwer. Find ich. Ich denke aber, das es eben sehr wichtig ist, das wir uns freie Zeit freischaufeln sollten.

    Hobbys sind wichtig, egal was es nun ist. Oder ob es mehrere gibt. Es ist wichtig für dich, deine innere Balance und das Gefühl der Zufriedenheit. Man sollte sich einfach nicht so druck machen, wir sind ja keine Angestellten bei einer Zeitschrift oder so, wir machen das weile spass macht, weil wir freue am Austauschen haben. Also ist es egal wie oft du dazu kommst. Und deine Leser, da bin ich mir sicher, freuen sich auch über nicht so regelmässigen Beiträge. Also ich freu mich immer was von dir zu lesen. 😉

    Also, schreib wann du Lust hast, nimm dir Zeit wann du willst und kannst. Und wenn es eben nicht klappt oder passt, dann sch…. drauf 😉 Dann gibts ein anderen tag an dem es klappt.

    Ganz liebe Grüsse und einen entspannten Abend 😉
    Alexandra

    • Yvonne

      Liebe Alexandra,
      ich danke dir für diese ehrlichen und herzlichen Worte.

      Ich merke jetzt schon wie sich die Große immer mehr abnabelt, alleine zu Freunden gehen möchte oder alleine zur Schule geht. Da sehe ich der Zukunft jetzt schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen – so wie es wahrscheinlich allen Eltern geht.

      Alle Kommentare hier haben mir gezeigt, dass man aus dem „MUSS“ ganz schnell wieder ein „MÖCHTE“ machen sollte, damit das Bloggen weiterhin zu einem entspannten Ausgleich zu den Pflichten wird.

      Viele Grüße
      Yvonne

      • So, nun noch meine reguläre Antwort auf deine *gg*

        Immer gerne wieder. Und danke deinerseits, für die lieben Worte.

        genau, so ist es, aber du wirst sehen alles hat eben 2 Seiten. Sehnsucht nach den Kuschelzeiten mit deinen Süssen, und die Freude an mehr Zeit für dich 😉

        Genau, denn MUSS ist einfach … möh … müssen tun wir eh schon zu viel im Alltag. Also sollten wir dem MÖCHTEN UND WOLLEN mehr Raum geben, und so uns selber.

        Na dann, ein entspanntes weiter bloggen 😀

        Herzlichst
        Alex

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