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Venedig von Jiro Taniguchi

13. August 2017 / Rezensionen / 2 Comments

Der japanische „Mangaka“ Jiro Taniguchi wäre am 14. August 2017 70 Jahre alt geworden. Leider starb der Künstler im Februar dieses Jahres. Er hinterlässt eine umfangreiche Anzahl an Werken, die in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Menschen begeisterten.

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Der als Travel Book angelegte Manga „Venedig“ ist mein erster Kontakt mit dem japanischen Künstler. Nach meiner Venedig-Reise im März habe ich ihn zufällig auf der Homepage von Carlsen entdeckt und war sofort hin und weg. Ich wollte noch einmal diesen schönen Ort in Bildern sehen. Taniguchi hat es geschafft, mich noch einmal in die beeindruckende Lagunenstadt mitzunehmen und mir dabei nur durch seine wunderschönen Aquarelle eine Geschichte zu erzählen.

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Ein Mann auf der Suche nach seinen Wurzeln

In der Handlung geht es um einen „Mann, der zu Fuß durch Venedig streift“ (S. 126). Auf den Spuren seiner Vorfahren wandert er durch die Stadt und hängt seinen Gedanken nach. In einer Mischung aus farbigen und sepiafarbenen Aquarellen und vereinzelten Monologen verfolgt der Leser den Mann auf der Suche nach seinen Wurzeln. Diese kleine Geschichte versetzt in eine nostalgische Stimmung.

Beeindruckende Aquarelle von Venedig

Die Farbgebung und die Komposition der Bilder sind beeindruckend und lösen sofort Fernweh aus. Taniguchis Aquarelle sind farbenfroh, detailliert und beleuchten die Stadt in all ihren Facetten. Es werden bekannte Touristenschwerpunkte und deren Lebendigkeit gezeigt. Daneben gibt es Bilder einsamer, malerischer Gassen. Wer Venedig schon einmal besucht hat, wird sofort die dargestellten Orte erkennen und mit eigenen Erinnerungen füllen. Ich hatte sehr viel Spaß dabei, die Malereien mit eigenen Fotos zu vergleichen und bin ein weiteres Mal beeindruckt von dem Talent Taniguchis.

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Am Ende des querformatigen Buches gibt es ein Glossar, in welchem alle Bilder und die darauf dargestellten realen Orten verzeichnet sind. Außerdem hat Taniguchi selbst ein Nachwort zu seinem Werk verfasst, in dem er erzählt, wie er zu der Reise nach Venedig gekommen ist.

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Dieses Buch hat mich unheimlich beeindruckt. Es macht so viel Lust auf die Lagunenstadt, dass man sofort in das nächste Flugzeug steigen möchte. Ich habe für mich beschlossen, dass ich in baldiger Zukunft noch einmal nach Venedig reisen und Taniguchis Aquarelle in Fotos festhalten möchte.


Pro & Kontra
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2 responses to “Venedig von Jiro Taniguchi

  1. Kathi

    Ein wirklich schöner Beitrag! Ich habe von Taniguchi schon „Die Wächter des Louvre“ zu Hause und ich muss sagen, dass mir sein Zeichenstil sehr gut gefällt. Und da ich auch schon in Venedig war, wird dieses Schätzchen wohl bei mir einziehen müssen 🙂

    LG und eine schöne Lesewoche
    Kathi

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