Monatsspecial-Mai

Über den Film „Sieben Minuten nach Mitternacht“

3. Mai 2017 / (Buch)Aktionen / 3 Comments

In den letzten zwei Tagen ging es ausschließlich um den Roman von Patrick Ness. Heute soll sich aber alles um den morgen erscheinenden Film drehen. Ich habe euch einige Informationen zur Arbeit an diesem besonderen Film zusammengestellt.

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Aus dem Presseheft zum Film

Besetzung

Conor – Lewis MacDougall; Lizzie, Conors Mutter – Felicity Jones; Conors Großmutter – Sigourney Weaver; Dad -Toby Kebbell; Mr. Clark – Ben Moor; Harry – James Melville; Sully – Oliver Steer; Anton – Dominic Boyle; Miss Kwan – Jennifer Lim; Steven – Max Gabbay; Anwalt – Morgan Symes; Conor (5 Jahre) – Max Golds; Lilys Mutter – Frida Palsson; Krankenschwester – Wanda Opalinska; Lehrer – Patrick Taggart; Lily – Lily Rose Aslandogdu
mit Geraldine Chaplin als Schulleiterin und Liam Neeson als Das Monster

Stab

Regie: J.A. Bayona; Drehbuch & Romanvorlage Patrick Ness; Nach einer Idee von Siobhan Dowd; Produktion: Belén Atienza; Ko-Produktion: Sandra Hermida; Executive Producer: Patrick Ness, Jeff Skoll, Bill Pohlad, Jonathan King, Mitch Horwits, Patrick Wachsberger, Enrique López Lavigne, Ghislain Barrois, Álvaro Augustin; Kamera: Óscar Faura; Szenenbild: Eugenio Caballero; Schnitt: Bernat Vilaplana, Jaume Martí; Kostüm: Steven Noble; Maske: Marese Langan; Musik: Fernando Velázquez; Sound-Design: Oriol Tarragó; Besetzung: Shaheen Baig; VFX Supervisor: Félix Bérges; SFX Supervisor: Pau Costa; Special Make-Up Effects: David Martí, Montse Ribé

Technische Daten

Lauflänge: 108 Minuten; Bild: 1,85:1; FSK: freigegeben ab 6 Jahre

Entstehung des Films

Der spätere Regisseur des Film Bayona las Patrick Ness‘ Roman und war sofort von ihr überzeugt:

Ich sah darin eine kraftvolle und wichtige Geschichte für einen Film – ein Abeneteuer, zu dem jeder Bezug haben würde.

Der Roman wurde derweil in über 40 Sprachen übersetzt, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und später von Jim Kay illustriert. Patrick Ness schrieb das Drehbuch zum Film, bei dem er sich stark an das Original hielt. Nachdem Bayona seinen Film „The Impossible“ (2012) fertig stellte, begann die Arbeit an „Sieben Minuten nach Mitternacht“.

Die Auswahl eines geeigneten Jung-Darstellers als Conor gestaltete sich schwierig, denn immerhin trägt er „das gesamte emotionale Gewicht des Films“. Die Wahl fiel auf Lewis MacDougall, der gerade erst mit Pan (2015) seinen ersten Spielfilm abgedreht hatte. Hinzu kamen schließlich große Schauspieler wie Sigourny Weaver oder Liam Neeson.

Besonders komplex stellte sich die Darstellung des Monsters da. In einer Szene des Films sehen sich Conor und seine Mutter King Kong aus dem Jahr 1933 ein. Hier fanden die Macher ihren ersten Ansatz. Mit vielen Spezialisten und auch dem Illustrator des Buches Jim Kay wurde ein Monster entwickelt, dass nicht ausschließlich am Computer erschaffen wurde.

Martí sagt über die Arbeit:
„Es gibt Hydraulik im Nacken, damit der Kopf beweglich ist und mithilfe einer Art Lenkrad von einer Person dahinter bedient werden kann. Zuerst haben wir den Kopf geformt, dann machten wir eine Gussform, kopierten ihn und färbten ihn ein. Kopf, Schultern, Füße, Arme und Geäst bestehen letztlich alle aus Schaumstoff. Wir mussten ihn schnitzen, anbrennen, formen, bemalen und mit Texturen versehen, um alle Teile des Monsters baumartig aussehen zu lassen. Als Herausforderung an uns selbst wollten wir alles möglichst realistisch aussehen lassen, aber mit sehr grundlegenden Materialien.“

Sets und Dreharbeiten

Die Sets wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet, so dass die Emotionen an die Zuschauer übertragen werden können. So wurden, um Conors Unwohlsein im Haus seiner Großmutter zu verstärken, trübe Farben verwendet und die Kulisse etwas größer als normal gemacht. Conor wirkt dadurch noch kleiner. Gleichzeitig verwendete man ausschließlich gerade Linien, während in Conors Elternhaus im Gegensatz dazu alles abgerundet ist.

Der Regisseur hat ein Händchen für besondere Kameraeinstellungen. Dafür mussten die Sets aber so vielseitig und beweglich sein wie möglich. Wände und Kulissen konnten entlang von Schienen gefaltet oder wie Türen geöffnet werden. Auf diese Art und Weise waren Kameraeinstellungen möglich, die es in geschlossenen Räumen nicht hätte geben können.

Drehorte und Musik

Für die Auswahl der Drehorte war diese Szene aus dem Buch ausschlaggebend: Vor hundertfünfzig Jahren wurde dieses Land zu einer Industrielandschaft. Fabriken schossen wie Unkraut aus dem Boden. Man brauchte als dramaturgische Schauplätze, die den Beginn der Indutriellen Revolution wiederspiegelten. In kleinen englischen Ortschaften nahe Manchester und Huddersfield in West Yorkshire fand man diese. An die Hügelspitze bei Rivington Pike nahe Bolton wurde ein künstlicher Eibenbaum gestellt. Zusätzliche Aufnahmen wurden in einem Filmstudio in Spanien gemacht.

Marsden, Peel St..JPG        Pigeon Tower in Rivington - geograph.org.uk - 501205.jpg
Von PoliphiloEigenes Werk, CC0, Link                     Von Mark Sanderson, CC BY-SA 2.0, Link

Die Filmmusik statt aus der Hand von Fernando Velázquez. Außerdem wird eine Version des Liedes „Tear Up this Town“ von der Band Keane beigesteuert.

Trailer „Sieben Minuten nach Mitternacht“


Alle Beiträge des Monatsspecials in der Übersicht:
1.5. – Rezension zum Buch bei Yvonnes Bücherecke
2.5. – Hintergrundinfos zum Buch und Autoren bei Letterheart
3.5. – Hintergrundinfos zum Film bei Yvonnes Bücherecke
4.5. – Filmrezension bei Yvonnes Bücherecke und Letterheart
5.5. – Buch vs. Film bei Yvonnes Bücherecke und Letterheart


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