Timeless / Alexandra Monir

7. Juli 2012 / Rezensionen / 2 Comments

Als die Mutter der 17-jährigen Michele Windsor bei einem Unfall ums Leben kommt, verliert Michele auf einen Schlag alles, was ihr lieb war: ihre Familie, ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung. Denn sie muss zu ihren Großeltern, die sie nie kennengelernt hat, nach New York ziehen. In deren luxuriösem Appartement fühlt Michele sich verloren – bis sie bei ihren Streifzügen durch die mit Antiquitäten vollgestellten Räume auf das Tagebuch eines ihrer Vorfahren stößt. Was Michele nicht ahnt: Das Tagebuch ist ein magisches Portal in die Vergangenheit. Ehe sie sichs versieht, findet sie sich plötzlich auf einem Maskenball im New York des Jahres 1910 wieder. Dort begegnet sie einem jungen Mann, den sie nur zu gut kennt. Nacht für Nacht blickt sie in seine tiefblauen Augen, ist gebannt von seinem umwerfenden Lächeln – in ihren Träumen. Dass Michele ihm jetzt leibhaftig gegenübersteht, verändert alles. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um eine unmögliche Liebe wahr werden zu lassen.


Timeless / Alexandra MonirTimeless von Alexandra Monir
Übersetzer: Antoinette Gittinger
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2012
ISBN: 3453267583
Seitenzahl: 352
Reihe: Timeless #1
Goodreads / three-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...


Meine Meinung

Ich habe dieses Buch sehnsüchtig erwartet. Der Klappentext macht einfach neugierig und Lust auf die Geschichte, doch leider konnte mich die Story nicht so fesseln, wie ich es erwartet hätte.

Die Handlung beginnt überaus vielversprechend. Nach dem Tod ihrer Mutter soll Michele zu ihren reichen Großeltern nach New York ziehen. Als Michele dort das Tagebuch findet, war ich wahnsinnig gespannt … doch leider schafft es Monir nicht, mich durchgehend zu fesseln.

Die Geschichte fliegt nur so dahin, so dass manche Momente nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient hätten.

Michele reist das erste Mal in der Zeit und landet im Jahr 1910. An dieser Stelle hätte ich wesentlich mehr Aufregung erwartet, aber nein … Michele erholt sich schnell von dem kleinen Schock und reist von nun an immer häufiger in der Zeit. Wo bleibt die Panik?

Genauso verhält es sich mit der Liebesgeschichte zwischen Michele und Philip. Im Klappentext groß angepriesen wird in der Geschichte daraus eher eine Nebenhandlung.

Auch hier hätte die Geschichte einige Seiten mehr vertragen, denn was die Autorin wirklich gut kann, ist, Gefühle beschreiben. Ich bewundere die Wortgewandtheit, mit der Monir die Gedanken ihrer Protagonisten zum Ausdruck bringt. Die kleinen Songtexte sind dabei nur das i-Tüpfelchen. Man merkt, dass Monir auch privat als Songwriterin tätig ist.

„Warum nur ist die Welt, wenn du fort bist,
so Grau in Grau?
Nur du erfüllst sie mit Farben.
Nur du erfüllst sie mit Farben.
Warum fühl ich mich so leer?
Wie ein Himmel ohne Sonne.
Füll meine Leere mit Glück.
Und bring die Farben zurück.“ (S. 158)
Warum nutzt die Autorin das nicht und gibt dem Leser mehr Romantik, mehr Philip und Michele?

Wirklich interessant an der Geschichte waren dagegen die verschiedenen Epochen und Orte, die Michele während ihrer Zeitreisen besucht. Von den Goldenen Zwanzigern bis hin zum 2. Weltkrieg erlebt man New York immer wieder in einem völlig neuen Gewand. Jeder einzelnen Epoche verleiht die Autorin einen unverwechselbaren Charme, so dass man gern einmal mit Michele mitreisen möchte.

Auch die Familie Windsor selbst ist unverwechselbar. Alle Familiemitglieder, die Michele während ihrer Zeitreisen kennenlernt, haben ihren eigenen Charakter. Jeder einzelne hat seine Stärken und Schwächen, die die Autorin sehr gut zum Ausdruck bringt.

Das Familiengeheimnis darf dabei natürlich nicht fehlen.

Fazit

Ich habe vielleicht zu viel erwartet. Das Buch hat definitv seine Schwächen, aber auch viele Stärken. Wer sich gern einmal in das New York der Vergangenheit entführen lassen, auf ein wenig Romantik nicht verzichten und eine Familiengeschichte möchte, dem sei das Buch ans Herz gelegt.

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2 responses to “Timeless / Alexandra Monir

    • Na dann bin ich ja nicht allein. Bisher habe ich nämlich nur gute Rezensionen gelesen.

      Deine Rezension zum Buch ist übrigens auch super und gut nachvollziehbar geworden.

      LG, Yvonne

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