Sommerfalle / Debra Chapoton

13. April 2012 / Rezensionen / 3 Comments

Tu das nicht, mach dies nicht, sitz still, komm her – Regeln über Regeln bestimmen den Alltag von Eddie.

Er wächst mit seiner Mutter auf, zerrissen zwischen Sehnsucht und Hass. In der Schule beachtet ihn niemand. Darum bemerkt auch niemand sein besonderes Interesse an Rebecca. Um sie ganz für sich zu haben, entführt er sie und versteckt sie in einer Waldhütte, um mit ihr nach seinen Regeln zu spielen.

Damit beginnt für Rebecca ein wahrer Albtraum. Sie kann sich befreien und fliehen. Doch dann begeht sie einen Fehler und wird wieder gefangen. Je öfter Rebecca glaubt, ihrem Peiniger entkommen zu sein, desto tiefer gerät sie in seine Fallen.

Und selbst als sie bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird, scheinbar gerettet, wartet er schon an ihrem Bett, um da zu sein, wenn sie aufwacht …


Sommerfalle / Debra ChapotonSommerfalle von Debra Chapoton
Übersetzer: Henriette Zeltner
Verlag: IVI Verlag
Erscheinungsdatum: 12. März 2012
ISBN: 3492702651
Seitenzahl: 288
Genre: Jugendbücher
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three-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Eddie ist ein Außenseiter in der Schule, hat keine Freunde, fällt nicht auf. Doch er ist verliebt – in die hübsche Rebecca. Und keiner seiner Mitschüler bemerkt, dass er einen teuflischen Plan entwickelt ...
Tu das nicht, mach dies nicht, sitz still, komm her – Regeln über Regeln bestimmen den Alltag von Eddie. Er wächst mit seiner Mutter auf, zerrissen zwischen Sehnsucht und Hass. In der Schule beachtet ihn niemand. Darum bemerkt auch niemand sein besonderes Interesse an Rebecca. Um sie ganz für sich zu haben, entführt er sie und versteckt sie in einer Waldhütte, um mit ihr nach seinen Regeln zu spielen. Damit beginnt für Rebecca ein wahrer Albtraum. Sie kann sich befreien und fliehen. Doch dann begeht sie einen Fehler und wird wieder gefangen. Je öfter Rebecca glaubt, ihrem Peiniger entkommen zu sein, desto tiefer gerät sie in seine Fallen. Und selbst als sie bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird, scheinbar gerettet, wartet er schon an ihrem Bett, um da zu sein, wenn sie aufwacht ...


Meine Meinung

Die Idee zu dem Buch bietet ausreichend Stoff für einen spannenden nervenaufreibenden Thriller und doch kann ich nicht sagen, dass ich begeistert war.

Schnell erfährt man, wer der Entführer Rebeccas ist. In vielen kurzen Kapiteln verfolgt der Leser aus verschiedenen Perspektiven das Katz und Maus Spiel. Daneben gibt es zahlreiche Rückblenden. So erfährt man wie Rebecca und Eddie vor der Entführung gelebt haben. Außerdem schwenkt man immer wieder zu Nebenfiguren, die Rebecca suchen.

Ich muss sagen, dass es der Autorin wirklich gut gelungen ist, diese zahlreichen Perspektiv- und Zeitsprünge logisch ineinander zu fügen.
Ich finde es gut, dass man von Anfang an weiß, wer der Entführer ist. So erfährt man viel über seine Gedanken und die Psyche.
Besonders interessant fand ich es, in die Vergangenheit Eddies zu schauen. Man erfährt und kann vor Allem auch nachvollziehen, wie aus seiner Schwärmerei zu Rebecca wahnsinniger Fanatismus wird. So kann ich nicht anders, als gewisse Sympathien und Mitleid für den jungen Mann zu entwickeln.

Besonders grauenhaft fand ich dagegen die vielen Fluchtversuche Rebeccas zu verfolgen. Viele ihrer Gedanken und Entscheidungen habe ich einfach nicht verstanden.
Sie entdeckt ein Haus im Wald, geht hinein und sucht ein Telefon. Klar, aber dann findet sie keins und geht erstmal duschen, weil sie sich schmutzig fühlt? Hat man in dem Moment nicht andere Probleme? Und das war nur ein Beispiel …

Zu keiner Zeit war ich wirklich gefesselt oder habe die Panik gespürt, in die eine entführte Person ja nun eigentlich verfallen würde.

Durch die vielen kurzen Kapitel, die noch einmal in mehrere Abschnitte unterteilt sind und den wirklich einfachen Schreibstil der Autorin, liest sich das Buch sehr zügig.
Informationen zur Umgebung gibt es nur sehr spärlich, dabei hat sich Chapoton ein so interessantes Gelände für ihren Handlungsort ausgesucht. Schade.

Fazit

Ganz nett für zwischendurch, aber kein Lesemuss.

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3 responses to “Sommerfalle / Debra Chapoton

  1. Oh, vielen Dank für diese Rezension. Ich dachte, ich muss dieses Buch UNBEDINGT lesen (schon allein aufgrund des Covers!!), aber wenn es teilweise so merkwürdig ist (duschen, wenn man auf der Flucht ist???), dann sollte ich vielleicht doch die Finger davon lassen.

    Liebe Grüße
    Anka

    P.S. noch drei zur Zweihundert!

  2. Bisher bin ich nur grossen Lobes was die Bücher vom IVI Verlag angehen und hatte dieses eigentlich auch schon auf dem Radar. Aber was ich echt nicht mag, sind ungereimtheiten oder nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonisten.
    Eine wirklich aufschlussreiche Rezi liebe Yvonne.

    Lieben Gruss,
    Ise

  3. Hallo,
    eine ähnliche Meinung, wie ich in meiner Rezension zum Ausdruck gebracht habe.
    Hast du gut geschrieben.
    Und das mit dem Duschen gehen war gut 😉

    Lieben Gruß
    Marion

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