Schattenblüte. Die Wächter / Nora Melling

31. März 2012 / Rezensionen / 0 Comments

Silvester in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald. Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird, stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen. Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias ein schreckliches Geheimnis verbindet …


Schattenblüte. Die Wächter / Nora MellingSchattenblüte. Die Wächter von Nora Melling
Verlag: Rowohlt Polaris
Erscheinungsdatum: 1. März 2012
ISBN: 3862520102
Seitenzahl: 320
Genre: Fantasy
Reihe: Schattenblüte #2
Weitere Bücher der Reihe: Schattenblüte - Die Verborgenen
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Silvester in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald. Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird, stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür muss jemand aus seinem alten Rudel verantwortlich sein. Bislang lebten die Werwölfe im Verborgenen, durch den Mord sind ihre Gegenspieler, die Engel, auf sie aufmerksam geworden. Zum ersten Mal erfährt Luisa von der wahren Bestimmung der Wölfe: Sie beschützen die Tore zur Unterwelt. Luisa sieht ihre Chance gekommen. Sie will in das Totenreich hinabsteigen, um ihren Bruder zurückzuholen. Doch dafür muss sie einen gefährlichen Pakt eingehen, der ihre Liebe zu Thursen in Gefahr bringt …


Meine Meinung

Ich habe viel von diesem Buch erwartet, weil mich der erste Band „Die Verborgenen“ so fasziniert hat.
Und nun bin ich ein wenig hin- und hergerissen.

Bei der Beurteilung einer Fortsetzung versucht man den ersten Band und die Nachfolger immer miteinander zu vergleichen. Vergleiche ich „Die Verborgenen“ und „Die Wächter“ kann ich sagen, dass mir der erste Band besser gefallen hat, weil dieses Buch durch unendlich viel Gefühl überzeugt hat.
Auf der einen Seite Luisas schwerer Verlust ihres kleinen Bruders, auf der anderen Seite die beginnende Liebe zu Thursen. Die Geschichte hatte so viel Magie, dass man einfach mitgerissen wurde.
Im zweiten Band fehlt diese Magie einfach.

Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, kann man diese beiden Teile nicht wirklich miteinander vergleichen. Das erste Buch ist in sich abgeschlossen. Eine Fortsetzung, in der sich Luisa und Thursen dauernd anschmachten, hätte niemand lesen wollen und so hat sich die Autorin etwas völlig Neues einfallen lassen.

Hier haben wir nun zwei Erzählperspektiven. Neben der bekannten Luisa-Sicht verfolgen wir die Geschichte nun auch zeitweise aus der Sicht Elias‘. Elias gehört zu den Shinanim und ist damit ein Nachfahre der Engel.
Zunächst hat das für mich überhaupt nicht zu den Werwölfen gepasst, aber die Autorin hat beides (Werwölfe und Engel) zu einer interessanten fantasievollen Geschichte vereinigt.
Zwei uralte Mächte, die auf Ewig verfeindet sind und die Liebe zwischen Luisa und Thursen auf eine harte Probe stellt.

Durch die zwei Erzählperspektiven lernt man Elias kennen, kann seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Er wird einem sofort sympathisch. Auch Luisas Entwicklung wird sehr anschaulich beschrieben. Nur Thursen rückt ein wenig in den Hintergrund. Während er im ersten Band immer Luisa beschützt hat, hat man hier das Gefühl, dass er sich nur für sich und die Werwölfe interessiert. Er scheint immer voraus zu setzen, dass Luisa seine Handlungen einfach so hinnimmt. Das macht ihn unsympathisch, dass man ihn mit immer mehr Distanz betrachtet. So ist in mir ein kleiner Konflikt entflammt.
Elias darf nicht der Gute sein, schließlich gehören doch Luisa und Thursen zusammen.

Die Handlung selbst ist durchgehend unvorhersehbar. Es wird konstant Spannung aufgebaut und besonders zum Ende hin so fesselnd, dass man gar nicht anders kann als den nächsten Band sehnsüchtig zu erwarten.

Es ist der Autorin außerdem sehr gut gelungen, Elemente aus dem ersten Buch aufzugreifen und weiter zu führen – die Familienprobleme, Fabis Baum, ja selbst Anja und ihre Kinder tauchen noch einmal auf.

Ich bin gespannt, wie sich die Dinge im letzten Band fügen. Wird es ein Happy End für Luisa und Thursen geben? Wird Luisa ein Werwolf? Was wird aus Luisas Familie?

Ich glaube, man darf gespannt sein.

Fazit

Ich glaube, es ist sehr schwer zu einem abgeschlossenem Roman noch eine Fortsetzung zu schreiben. Der Autorin ist es gelungen mit einer neuen erfrischenden Idee zu überzeugen.

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