Rezension | Dark Village – Das Böse vergisst nie von Kjetil Johnsen

1. Mai 2014 / Rezensionen / 2 Comments


Meine Meinung
Ich kann mich bei diesem Buch dem allgemeinen Hype überhaupt nicht anschließen. Kurz und knapp: Ich fand es einfach nur schrecklich.

In dieser uns als Krimi-Soap verkauften Reihe geht es um vier Freundinnen, von denen eine ermordet wird. Im ersten Band geht es ausschließlich um die Tage 21 bis 13 vor dem Mord. Das klingt ja erst einmal spannend und auch das erste Kapitel, in dem der Fund einer Mädchenleiche zweier Jugendlicher beschrieben wird macht neugierig, aber danach kommt der totale Einbruch.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der vier Freundinnen und eines Jungen erzählt. Keine der Perspektiven konnte mich auch nur ansatzweise mitreißen. Die Charaktere sind einfach nur unsympathisch, naiv und sowas von zickig, dass ich allesamt sehr gern an die nächste Wand geklatscht hätte. Von besagter Freundschaft merkt man nicht viel.

Hinzu kommt diese übertriebene Thematisierung von Sex. Es ist vollkommen in Ordnung, dass das in einem Jugendbuch eine Rolle spielt, aber muss das auf eine so plumpe und vor Allem fantasielose Art und Weise erfolgen? Als wenn ein weiblicher Teenager immer wieder geil wird, weil er dreimal hintereinander das männliche Geschlechtsorgan in Gedanken aufsagt. Also bitte!!! Ich habe das Gefühl, in dem Buch geht es um nichts anderes, als die Geilheit der Charaktere. Der bevorstehende Mord rückt total in den Hintergrund – Sex muss anscheinend erst einmal reichen.

Der erste Band ist mit seinen 269 Seiten recht kurz und trotzdem schafft es der Autor diese mit unnötigen Wiederholungen zu füllen. Es werden Szenen teilweise aus einer anderen Perspektive noch einmal erzählt, ohne dass wirklich neue Informationen dazu kommen.

Ich bin froh, dass die Kapitel so kurz und die Schrift so groß ist. Dadurch wird das Buch zum wahren Page-Turner, weil man einfach nur fertig werden will. Tag 12 vor dem Mord kann dann ohne mich kommen.

Fazit
Diese Reihe wird definitiv ohne mich weitergehen. Ich konnte dem Buch überhaupt nichts Positives abgewinnen. Ich fand die Handlung weder spannend noch anregend und bin froh, dass ich mir doch nur den ersten Teil gekauft habe.


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2 responses to “Rezension | Dark Village – Das Böse vergisst nie von Kjetil Johnsen

  1. Liebe Yvonne,

    mittlerweile habe ich schon den 2. Teil der Dark Village-Reihe gelesen und ich muss dir leider mitteilen, dass es wirklich nicht besser wird…. Vor allem finde ich es lachhaft, dass aus der Reihe 5 Bücher gemacht werden, im Original sind es nämlich nur drei Bände, aber da hofft der Verlag wohl auf etwas mehr Gewinn. Außerdem bin ich froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft sondern nur aus der Bücherhalle ausgeliehen habe – sieht zwar Äußerlich nett aus, bringt einem ja aber auch nix, wenn es inhaltlich nicht gut ist.

    Und zu der Statistik: Ich habe mir vorgenommen pro Tag 150 Seiten zu lesen, was ich aber natürlich auch nicht immer schaffe. Bei Dark Village ging es ja recht flott, aber bei anderen Büchern ist die Schrift kleiner und/oder der Inhalt nicht so flott zu lesen, dann dauert es auch bei 😀
    Außerdem habe ich das Glück ab und zu auf der Arbeit ein bisschen was lesen zu können 🙂

    Dir noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Frollein Schoko

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