Nerve. Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen / Jeanne Ryan

30. August 2016 / Rezensionen / 0 Comments

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich vom Verlag eine Einladung zur Presseveranstaltung zum bald erscheinenden Film Nerve erhalten habe, kam Jill und mir eine fixe Idee: Buch/Film vs. Film/Buch.

Ganz oft hört man, dass Menschen ein Buch lesen, den dazugehörigen Film sehen und anschließend vollkommen enttäuscht sind.

Wir wollen jetzt wissen, ob die Reihenfolge eine Rolle bei der Wahrnehmung von Film bzw. Buch spielen. Während ich zuerst das Buch gelesen habe, hat Jill zuerst den Film gesehen.

Heute gibt es also von uns beiden zunächst die Rezension zum Buch.

Nerve - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen by Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …

Meine Meinung

Ein gefährliches Spiel dank Social Media Netzwerken
Es werden tagtäglich eine Menge Informationen in den Sozialen Netzwerken geteilt – mal mit mehr, meist mit weniger Bedacht. Das Onlinespiel NERVE nutzt dies und lockt auf diese Weise haufenweise junge Menschen an, an dem Realitiy-Game teilzunehmen. Anfangs sind es einfache Aufgaben, sogenannte Challenges, die sich für den Spieler lohnen, doch zunehmend werden die Aufgaben schwieriger und vor Allem gefährlicher. Wie weit geht ein Mensch für materielle Dinge? Eine durchaus spannende Thematik, die vor Allem durch ihre Aktualität und Realitätsnähe besonders für Jugendliche von Bedeutung ist und den Leser bereits während des Lesens nachdenklich stimmt.

Das (naive) Mädchen hinter dem Vorhang
Protagonistin Vee steht im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Syd(ney) stets im Hintergrund, was ihr alle um sie herum auch deutlich vermitteln. Um allen anderen, allen voran ihrem Schwarm Matthew, zu beweisen, dass sie auch anders sein kann, meldet sie sich bei Nerve an. Die Naivität Vees hat mich des Öfteren zur Weißglut gebracht und am Ende nur noch genervt. Obwohl das Spiel offensichtlich illegale Züge annimmt, begreift sie es nicht. Stattdessen verrät sie ihre Freunde für Geld.

Glück in der Liebe, Pech im Spiel?
Die Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Vee bekommt den geheimnisvollen und überaus gutaussehenden Ian zur Seite gestellt, um mit ihm gemeinsam die Challenges zu bestreiten. Ich habe nicht verstanden, warum sie sich auf ihn einlässt, weil man einfach gar nichts über ihn erfährt. Passt aber zu Vees eben erwähnter Naivität.

Spannung auf 320 Seiten
Ich muss sagen, dass mich das Buch trotz schwächelnder Charaktere gefesselt hat. Die Challenges lösen auch beim Leser Adrenalinschübe aus. Man möchte wissen, was als nächstes passiert und natürlich wie die Geschichte am Ende ausgeht.


Nerve. Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen / Jeanne RyanNerve - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen von Jeanne Ryan
Übersetzer: Tanja Ohlsen
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
ISBN: 3570309762
Seitenzahl: 320
Genre: Jugendbücher
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Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …


Fazit: Nerve zeigt auf erschreckende Art und Weise, welche Folgen der nachlässige Umgang mit den eigenen Daten haben kann und wie leicht Menschen sich für materielle Dinge zur Spielfigur machen. Eine kurzweilige Geschichte, die vor Allem jugendliche Leser ansprechen und zum Nachdenken anregen dürfte.

3 von 5 Leseecken

Hier geht es zu Jills Rezension zum Buch.
Am Donnerstag gibt es die Kritik zum Film.

Könnt ihr euch vorstellen, dass es so ein Spiel wie Nerve bei uns gibt?


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