Sven Ulrich über sein Buch Krokofantenküsse

20. September 2013 / Interviews / 0 Comments


Ich freue mich riesig, euch heute mein erstes Interview zeigen zu dürfen. Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass sich gerade dieser Autor für ein Interview bereit erklärt hat, denn mit ihm verbinde ich meine Bloggeranfänge.

Ich habe Ende 2011 mit diesem Blog begonnen. Vom Bloggen an sich wusste ich viel, aber als Buchblogger war ich völliger Anfänger. Umso stolzer war ich, als ich schon Ende 2011 mein erstes angefordertes Buch vom Rowohlt-Verlag erhielt. Nur 2 Monate später (Ende Januar 2012) erhielt ich unaufgefordert (ebenfalls vom Rowohlt-Verlag) meine ersten Vorableseexemplare. Man, ich war ja stolz wie Bolle. Darunter war das Buch „Herz an Herz“ von Sofie Cramer und Sven Ulrich. Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt, der weiß, dass ich dieses Buch liebe. Hier kommt ihr zur Rezension zum Buch.

Natürlich war ich jetzt gespannt, wenn gleich auch ein wenig skeptisch, wie Sven Ulrichs neues Werk „Krokofantenküsse“ sein würde. Und wieder einmal hat er es geschafft, mich zu begeistern. Sven Ulrich trifft voll und ganz meinen Humor, so dass ich auch nach diesem Buch an schöne Lesestunden zurück erinnere.

Das Buch
Boy meets Girl. Und 20 Kinder.

Paula ist verzweifelt: Ihre geliebte Kita soll abgerissen werden und modernen Luxuswohnungen weichen. Schon steht ein arroganter Typ auf der Matte. Der Makler? Nein! Lasse ist ein junger Schnösel, der unbedingt Paulas Schützlinge ablichten will. Offenbar, um einen neuen Trend in der Modefotografie zu setzen und so Karriere zu machen. Von Kindern hat er allerdings keine Ahnung. Paula passt das gar nicht. Andererseits: Rührende Kinderfotos könnten vielleicht bei der Rettung der Kita helfen. Und dann schlägt der attraktive Kerl ihr einen unerhörten Deal vor … (Hier geht es zur Verlagsseite)

Hier findet ihr meine Rezension zum Buch.

Der Autor
* 1967 in Berlin geboren
* seit 1997 Drehbuchautor
* seit 2012 Buchautor

Mehr Infos zum Autor gibt es hier: www.svenulrich.de

Und das sagt der Autor zum Buch
Krokofantenküsse … schmecken besonders gut im Sommer unter einem wilden Mirabellenbaum, wenn die Sonne schon langsam untergeht und ihre letzten Strahlen auf der Haut kitzeln.

Die Idee zum Buch … kam mir in mehreren Schritten. Erst wusste ich, dass es die Liebesgeschichte einea jungen Mannes, Lasse, zu einer Frau mit Baby sein sollte. Lasse sollte außerdem eine nervige Mutter haben, die alles verkompliziert. Dann wurde ich bei einem Spaziergang in meiner Nachbarschaft auf den möglichen Abriß einer liebenswerten Schrebergartensiedlung zugunsten einer Luxusimmobilie aufmerksam. Mir kam der Gedanke, dass in so einer Siedlung auch eine Kita stehen könnte, die in Gefahr ist abgerissen zu werden. So wurde aus der Frau mit Baby eine Frau mit mehreren Kindern, nämlich die Leiterin einer Kita. Paula war geboren! Zu den wahren „Krokofantenküsse“ kam es aber eigentlich erst, als mir die Idee zum „eifersüchtigen“ Vater an der Seite der jungen Paula einfiel, der dachte seine einzige Tochter sei schwanger und ihr nicht glaubte, dass es nicht so ist und der unbedingt wissen wollte, wer der vermeintliche Vater des Babys ist.(wobei ich wieder doch irgendwie bei einer Frau mit Baby gelandet war.)

Beim Schreiben der Geschichte … gefielen mir die Szenen zwischen Paula und ihrem Vater am Besten. Ich wusste einfach immer instinktiv, wie es zwischen den beiden rappeln und krachen würde. Ein herrliches Gefühl für mich als Autor. Und irgendwie haben diese Szenen Paula und Lasse für mich immer enger zusammengeschweißt und somit wusste ich auch, was ich da schreiben musste und bald hatte ich das Gefühl, ich schreibe irgendwie über mein eigenes Leben.

Paula … ist eine starke Persönlichkeit, die sich im Laufe des Buches von ihrer Vergangenheit (den frühen Tod ihrer Mutter) lösen muss, um ihre wahre Liebe leben zu können. Sie möchte gerne frei und locker sein, was ist sie aber (noch) nicht. Ich habe mich trotzdem gleich in Paula verliebt. 🙂

Lasse … ist ein cooler Hund, dem es peinlich ist, dass er im tiefsten Inneren eigentlich ein Romantiker ist und ein bisschen spießig dazu. Weil er sich so sehr auf die Oberfläche konzentriert, steht er sich selbst im Weg. Aber er steht sich nicht alleine im Weg, seine besserwisserische Mutter steht da auch herum.

Meine Lieblingsstelle im Buch … kann ich so spontan gar nicht benennen. Es gibt etliche Lieblingsszenen, die ich gerne geschrieben habe und an die ich liebevoll „zurückdenke“. Wenn ich mich entscheiden müsste, ist es vielleicht der Wendepunkt für Lasse. Die Szene, wo er mit seiner Schwester redet und merkt, wie sehr er sich in seinem Leben etwas vorgemacht hat. Es wird ihm klar, als er seine Schwester (mit der er gerade gestritten hat) ihrem Sohn Paul ein Gute-Nacht-Lied vorsingt und dabei merkt, dass ihre eigene Mutter das auch immer für sie gesungen hat.

Warum das ein Wendepunkt für Lasse ist? Tja, da muss man jetzt wohl das Buch lesen 🙂

Als ich den letzten Satz schrieb … war ich wahnsinnig stolz und gleichzetig erstaunt, wie sich alle Figuren meines Romans einen Teil in meinem Leben erkämpft hatten. Noch heute (ein Jahr nach dem letzten Satz) habe ich das Gefühl, ich könnte um die Ecke gehen und im nächsten Moment auf Lasse, Paula, Macke oder Wiebke stoßen. Ein tolles Gefühl, geradezu ein Privileg.

Mein nächstes Projekt … wird wieder ein gemeinsamer Roman mit meiner Kollegin Sofie Cramer („SMS für Dich“) sein. Ein Liebesroman, geschrieben aus zwei Perspektiven, nämlich aus Sicht der Heldin und der Perspektive des Helden. Sofie nimmt die eine Perspektive ein, ich die andere. Wenn das nicht super-spannend ist, weiß ich auch nicht.

Habt ihr das gelesen? Es gibt ein weitere Projekt mit Sofie Cramer … *YES* …. ich freu mich!!!!

Vielen Dank lieber Sven für das tolle Interview. Vielen Dank an den Verlag für das Buch.
Und jetzt will ich einen Krokofanten!!!


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