Im wilden Osten dieser Stadt / Irene Stratenwerth

4. Februar 2012 / Rezensionen / 6 Comments

Am Badestrand eines Hamburger Sees wird eine Leiche gefunden: Anwältin Kristina Wolland hatte ihre Freundin Angie am Abend zuvor getroffen — die schien verängstigt, wollte aber nicht reden. Nun ist sie tot.
Tags darauf meldet ein junger Mann das plötzliche Verschwinden seiner Verlobten: Die junge Alina aus der Ukraine, wohnhaft zuletzt bei Angie, glaubte verfolgt zu werden.
Welche Verbindung bestand zwischen den beiden so ungleichen Frauen? Was versetzte sie in Angst und Schrecken? Kristina Wolland ist fest entschlossen, es herauszufinden …

Kurz gesagt

Der Grundgedanke zum Buch ist wirklich super, aber die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Hätte man noch ein wenig mehr Zeit in das Buch investiert, hätte daraus ein wirklich spannender Krimi werden können. So ist das Buch vielleicht ein Appetithappen für eingefleischte Krimifans.

Meine Meinung

Ich glaube, ich habe selten so lange für nicht einmal 250 Seiten gebraucht.

Der Klappentext an sich macht Lust auf das Buch, aber schnell fragt man sich, wie eine so anscheinend umfangreiche Handlung auf gerademal 238 Seiten passen soll? Und genau das war das Problem. Es passt nicht!

Die Idee zu dieser Geschichte ist wirklich gut. Es geht um Menschenhandel, Drogen und Prostitution.
Die Handlung selbst ist einigermaßen spannend, aber gerade wenn es anfängt doch einmal fesselnd zu werden, ist die Situation auch schon wieder vorbei und man wird förmlich in die nächste Szene geschubst. Dazwischen plätschert die Handlung so vor sich hin.
Das kam so oft bei dem Buch vor, dass ich zum Schluss fast keine Lust mehr hatte zu lesen.

Die Charaktere sind allesamt flach. Man erfährt wenig bis gar nichts über die Personen.
Wenigstens zur Protagonistin Krisitna Wolland hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. (Hätte man dafür vielleicht ihren ersten Fall lesen müssen?)
Ihr Auftreten als Anwältin empfand ich teilweise als absurd. Ich fand es sehr merkwürdig, wie schnell sie andere Personen duzt oder sich auf andere Menschen einlässt.
Zu keiner Zeit habe ich mit irgendjemandem mitfühlen können.

Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, einen Polizeibericht zu lesen – kurz und schmerzlos ohne jede Art von Gefühlsregung.


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6 responses to “Im wilden Osten dieser Stadt / Irene Stratenwerth

  1. Hmm, genau das gleiche Problem hatte ich auch. Bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht..
    Wie fandest du denn das Ende…? Die letzten paar Sätze von Kristina haben mich total enttäuscht. 🙁

    LG Jessica

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