Elixirium. Das gefährliche Erbe des Apothekers / Maile Meloy

17. März 2013 / Rezensionen / 0 Comments

An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. „Sie sind da!“, rief der Apotheker. Hastig zog er ein großes gebundenes Buch aus dem Regal. „Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen.“ Benjamin sah seinen Vater fragend an. „Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen?“ „Vor jedem, der nach ihr sucht.“ Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wird, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her – Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.


Elixirium. Das gefährliche Erbe des Apothekers / Maile MeloyElixirium. Das gefährliche Erbe des Apothekers von Maile Meloy
Übersetzer: Petra Knese
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2013
Seitenzahl: 400
Genre: Jugendbücher
Goodreads / three-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. „Sie sind da!“, rief der Apotheker. Hastig zog er ein großes gebundenes Buch aus dem Regal. „Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen.“ Benjamin sah seinen Vater fragend an. „Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen?“ „Vor jedem, der nach ihr sucht.“ Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wird, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her – Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.


Meine Meinung

Ich liebe ja diese Abenteuerbücher, in denen es um geheimnisvolle Bücher geht, die beschützt werden müssen und seinen Besitzer in außergewöhnliche Situationen bringen. Schon die Arthur-Reihe von Ruebenstrunk hat mir sehr gut gefallen. Da war natürlich klar, dass ich auch dieses Buch lesen muss.

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich von dessen Gestaltung fasziniert. Jeder Kapitelanfang ist individuell gestaltet. Wunderschöne Zeichnungen geben einen kleinen Einblick auf den Inhalt.

Der Inhalt konnte mich dagegen nicht vollends überzeugen.
Es ist 1952 – Nachkriegszeit. Janie muss mit ihren Eltern von Kalifornien nach London ziehen. Dort lernt sie Benjamin kennen und muss mit ihm plötzlich dieses geheimnisvolle Buch beschützen. Ich war zunächst gefesselt, wollte unbedingt wissen, was passiert und welche Abenteuer wohl auf die beiden warten, aber dann driftet die Geschichte in eine völlig andere Richtung ab und das Buch ist eigentlich nur noch Mittel zum Zweck. Es geht nämlich nicht mehr darum das Buch zu beschützen, sondern darum die Welt zu retten. Die Handlung war dennoch spannend, wenn auch das Ende zu übertrieben und unglaubwürdig wird.

Ich war sehr überrascht, dass „Elixirium“ derart viele Fantasyelemente bietet. Das alchimistische Wissen der Pharmacopeia wird intensiv genutzt und das war einfach nur genial. Die Zauber, die dabei entstehen sind wunderbar und machen die Geschichte einzigartig.

Die wichtigsten Personen in dem Buch sind Janie, Benjamin und später auch Pip. Keiner der drei ist besonders facettenreich oder tiefgründig, aber das erwartet man hier auch nicht. Für den Moment zeigt jeder seine individuellen Charaktereigenschaften. Während Pip mich immer wieder zum Grinsen gebracht hat, sorgen Benjamin und Janie für ein wenig Romantik. Zusammen bildet das Trio eine interessante Mischung, die den Leser mitreißt.

Ich mag den Schreibstil der Autorin. Sie schafft es schnell Spannung aufzubauen und zu halten. Manchmal war mir der Handlungsverlauf aber zu sprunghaft, so dass ich manche Szenen nochmal lesen musste. Meloy baut nämlich über einen relativ langen Zeitraum Spannung auf, aber in einem Satz wird die Szene plötzlich beendet. An solchen Stellen hätten dem Buch ein paar Sätze mehr gut getan. Dafür fand ich die Szenen, in denen das Trio Elixiere mischt und großartige Zauber schafft, sehr gut umgesetzt.

Auch wenn mich einige kleine Punkte an dem Buch gestört haben, habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt.

Fazit

Das Buch bietet viel Unerwartetes. Es ist überraschend fantasievoll und steckt voller Magie.
Trotz kleiner Schwächen ist die Geschichte spannend, abenteuerlich und dazu noch witzig. So werden vor Allem junge Leser an dem Buch ihr Vergnügen haben.


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