Eins / Sarah Crossan

1. Februar 2016 / Rezensionen / 5 Comments

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute eine einzigartige Geschichte vorstellen, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe. Ich wollte dieses Buch am Erscheinungstag so unbedingt haben, dass ich sogar auf das E-Book ausgewichen bin, weil die Printausgabe noch nicht verfügbar war.

einsDie Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager – sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach … Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern – sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet.

Dieses Buch ist besonders! Ich weiß gar nicht, ob ich ihm mit meinen Worten gerecht werden kann.

Es geht um die Siamesischen Zwillinge Grace und Tippi, ihren Alltag und ihre Probleme in diesem. Ganz ehrlich? Normalerweise gehört eine solche Geschichte nicht zu meinem bevorzugten Beuteschema und doch haben mich die ersten Rezensionen am Erscheinungstag richtig neugierig gemacht. Plötzlich MUSSTE ich dieses Buch haben.

Ich habe nach dem Kauf sofort mit dem Lesen begonnen und bin wirklich erst nach dem Ende des Buches wieder aufgetaucht – heulend und aufgewühlt.

Die Geschichte ist nicht wie gewohnt in einem Fließtext geschrieben sondern in Gedichtform. Ich gebe zu, dass die ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig waren, aber dann bin ich quasi durch das Buch geflogen. Es ist sicher selten, dass man ein 400 Seiten starkes Buch in wenigen Stunden liest (und dabei das Abendbrot für seine eigenen Kinder vergisst).

Die Handlung wird aus der Sicht von Grace erzählt. Hautnah erlebt man ihre Gedanken und Gefühle als Siamesischer Zwilling. Es ist bemerkenswert wie authentisch alles erzählt wird – sei es nun die dämlichen Reaktionen der Menschen oder die alltäglichen Familienprobleme, die eine solche Außergewöhnlichkeit eben mit sich bringt.

Ganz oft habe ich mich dabei ertappt, dass ich mich eigentlich in die Reihe „dämlicher Menschen“ einreihen kann. Zu Beginn der Geschichte haben mir die Mädchen unendlich leidgetan, aber mit zunehmender Seitenzahl habe ich mich immer wieder gefragt: Warum überhaupt? Bloß weil sie nicht wie andere Menschen sind, sind die beiden Schwestern zwei außergewöhnliche Individuen und normale Teenager.

„Grammie ist echt der
einzige Mensch auf diesem Planeten, der auf die Idee kommt,
die Behindertenkarte
gegen uns auszuspielen.“

Ich kann gar nicht sagen, wann mich jemals ein Buch auf so vielfältige Weise bewegt hat. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich war wütend und hatte Schmetterlinge im Bauch. Das Buch wird definitiv eines meiner Jahreshighlights 2016!!!


Eins von Sarah Crossan
Verlag: mixtvision
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2016
Seitenzahl: 424
Genre: Jugendbücher
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five-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Die Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager – sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach ... Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern – sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet.

5 von 5 Bücherecken


Fazit: Eins ist ein sehr tiefgründiges und bewegendes Buch. Die Geschichte um Tippi und Grace regt zum Nachdenken an. Ich bedanke mich bei Sarah Crossan für diese außergewöhnliche Geschichte und hoffe, dass sie viele Menschen lesen werden.


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5 responses to “Eins / Sarah Crossan

  1. Ich habe noch nie was über siamesische Zwillinge gelesen und das Thema interessiert mich total, aber Gedichte sind eigentlich nicht mein Ding. Da dich das Buch aber so überzeugt hat, werde ich mir wohl zumindest mal die Leseprobe anschauen 🙂
    Schöne Rezension!

    • Yvonne

      Hallo Jacquy,
      auch wenn es sich um eine Gedichtform handelt ist es trotzdem ein ganz normaler Roman, also keine Reime oder merkwürdige Sätze. Es ist nur für das Auge zunächst gewöhnungsbedürftig.

      Lies dir ruhig die Leseprobe dazu durch.
      Ich habe das auch gemacht und wollte danach gar nicht mehr aufhören zu lesen.

      Liebe Grüße,
      Yvonne

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