alice follow the white

Eine schräge Adaption: Alice. Follow the White / Stephanie Kempin

27. Februar 2017 / Rezensionen / 0 Comments

Die Adaption von Alice im Wunderland ist eine amüsante und oftmals schräge Geschichte. Unzählige Spiegel, ein paar Untote und DAS weiße Kaninchen sorgen für jede Menge Action und witzige Dialoge.

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meine-meinung

Stephanie Kempin übersetzte den Roman von Rusty Fischer „Zombies weinen nicht“, der ebenfalls im Papierverzierer Verlag erschienen ist. Auch in ihrem Debüt „Alice. Follow the White“ spielen Untote eine tragende Rolle.

 

Eine Untote im Wunderland

Die Geschichte beginnt mit Bettys Tagebucheintrag, in welchem diese schildert, dass sie ihre Schwester gegessen hätte. Na die Geschichte kann doch nur gut werden, oder? Und das ist sie. Schnellt klärt sich, warum Betty das getan hat und versucht nun mit ihren Freundinnen Alice und Chloe Antworten für ihren eigenen Tod zu finden.

Im Folgenden wechseln die Kapitel zwischen Alice und Bettys Tagebucheinträgen. Die Handlung ist durchgehend spannend und unvorhersehbar. Ich mag den stetigen Perspektivenwechsel, wobei mir vor Allem Bettys Gedanken über ihr Dasein als Untote gefallen haben.

 

Wenn die damaligen Erzähler ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten

Größter Pluspunkt ist der Humor, der ganz genau meinen Geschmack trifft. Ob nun die Dialoge unter den Charakteren oder die Gedanken selbiger, haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht.

Trotzdem, nur weil man stirbt, kann man nicht seine ganze gute Erziehung vergessen. Das gehört sich einfach nicht und trägt nur dazu bei, dass man schneller auffällt. Also, ein bisschen mehr Contenance, bitte.

Wer also einmal von Untoten im Wunderland lesen und dazu wissen möchte, was Aschenputtel oder der böse Wolf in der Geschichte zu suchen haben, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Eine tolle humorvolle Geschichte.

 

buchinformationen

Eine schräge Adaption: Alice. Follow the White / Stephanie KempinAlice. Follow the White von Stephanie Kempin
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017
ISBN: 978-3-95962051-2
Seitenzahl: 369
Genre: Jugendbücher
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Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten. Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen? Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

 

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