Efeuranken (Felicity Green) | Rezension

28. Juli 2015 / Rezensionen / 0 Comments

Meine Meinung zum Buch:

Eichenweisen endete mit einem fiesen Cliffhanger. Natürlich war ich gespannt, wie es mit Alice nach ihrer Entführung in die Anderswelt weitergehen wird und die Autorin hat mich ein weiteres Mal nicht enttäuscht.
Die Geschichte ist diesmal abwechselnd aus der Sicht Alices und Dylans geschrieben. Während Alice wie gewohnt in der Ich-Perspektive agiert, werden Dylans Erlebnisse durch einen personalen Erzähler wiedergegeben. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen. Beide Protagonisten lassen sich dadurch perfekt voneinander unterscheiden.

Die Handlung ist schneller, emotionaler und spannender. Ich habe das Gefühl in Efeuranken passiert viel mehr als im Vorgänger. Endlich lernt man Felicity Greens Version der Anderswelt kennen und erhält viele Informationen, die einem bisher verwehrt geblieben sind. Die Autorin wählt die Kapitelenden jedesmal so geschickt, dass ich das Buch oftmals nicht aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.

Ich bin begeistert, dass sich die Charaktere so stark weiterentwickeln.

Aus dem Mädchen Alice ist eine junge sympathische Frau geworden. Sie ist mutig, zielstrebig und an vielen Stellen auch witzig. Ich mag es, dass sie ihren eigenen Kopf hat und nicht eine von diesen Weibern ist, die ihrem Kerl blind hinterher rennen.

In meiner Rezension zum ersten Teil habe noch Dylans Undurchschaubarkeit kritisiert. Diesmal erfährt man viel mehr über ihn, seine Gedanken und Gefühle. Sein Konflikt zwischen seiner Loyalität zu seinem Volk und seiner Liebe zu Alice ist besonders gut ausgearbeitet worden und war für mich vollkommen nachvollziehbar.
Alle Nebencharaktere erhalten eine bedeutende Rolle für die Handlung. Ich bin richtig gespannt, wie das im nächsten Teil sein wird. Außerdem ist es klasse, dass ich niemanden als ausschließlich „böse“ betiteln kann.

Der Schreibstil ist merklich flüssiger als im ersten Buch. Die Beschreibungen der Anderswelt und die Gefühle und Gedanken der handelnden Personen sind anschaulich. Die Autorin hat mich dazu gebracht auf jeder Seite mit den Figuren mitzufiebern.

Ein weiteres Mal bleibe ich mit einem fiesen Cliffhanger zurück und hoffe, dass die Autorin ganz schnell mit dem letzten Buch fertig wird.

Fazit:

Ich liebe das Talent der Autorin die irische Mythologie mit einer fantasievollen Geschichte zu vereinen. Das Buch liefert alles, was man sich nur wünscht: eine starke Protagonistin, eine unvorhersehbare Handlung und viel Gefühl. Ich bin begeistert und freue mich riesig auf das Finale der Connemara-Trilogie.

Weitere Meinungen zum Buch:

Büchernest // Mimi liest // Mandys Bücherecke


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