E-Books – Ja? Nein? Vielleicht?

9. April 2014 / Bloggergeschichten / 8 Comments

E-Books sind ja immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Während die einen nicht mehr ohne ihren Reader aus dem Haus gehen, schnüffeln die anderen noch zu gerne an ihren Büchern. Ich habe selbst einen Reader und lese das ein- oder andere E-Book, aber so richtig durchgesetzt hat er sich hier noch nicht. Vor Allem die Buchreihen sehen im Regal doch so schön aus!? Und mal ehrlich … es ist doch ein anderes Gefühl ein „echtes“ Buch in der Hand zu haben als nur einen Reader, oder?

Ich habe zu dem Thema einen ganz interessanten Artikel bekommen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Welche Vor- oder Nachteile bieten E-Books? Können sie wirklich das gute alte Buch ersetzen?Pro: In einem Reader sind viele Bücher versammeltFür E-Books spricht vieles: Das Bücherregal braucht keinen Anbau mehr und wer einen Reader in der Handtasche oder im Urlaubsgepäck hat, trägt nur ein geringes Gewicht mit sich herum, obwohl sich darauf mehr als 1000 Bücher befinden können. Das macht das Leben schon etwas leichter – und das Lesen in der digitalen Bibliothek auch. Ob es sich bei dem E-Book um einen Roman oder die letzte Psychologievorlesung handelt ist egal, lesen und lernen funktioniert gleichermaßen. In einem E-Book lassen sich ganz einfach Lesezeichen anbringen und Notizen schreiben. Ein Reader ist meist nicht größer als ein Taschenbuch und passt überall hinein. Und wer dazu noch gerne im Bett liest, verknickt keine Seiten mehr. Sind in einem Buch die Buchstaben für müde Augen manchmal zu klein gedruckt, spielt das mit einem E-Book keine Rolle mehr. Die Schriftgröße lässt sich so einstellen, dass das Lesen ganz entspannt möglich ist. Außerdem merkt sich der Reader die Stelle, an der zuletzt gelesen wurde. Das klappt auch dann, wenn der Benutzer gleichzeitig in verschiedenen Büchern liest. Wie in einem ganz normalen Bücherregal lassen sich die Bücher sortieren, beispielsweise nach Autor oder Titel, Kauf- oder Lesedatum. Dazu kommt: Ist in einem E-Book Reader eine Enzyklopädie integriert, dann lässt sich die Bedeutung unbekannter Wörter schnell herausfinden. Ebenso gibt es digitale Wörterbücher für E-Books in fremden Sprachen.

Kontra: Die E-Books lassen sich nicht anfassenEin E-Book lässt sich nicht berühren, man kann nicht in ihm blättern, es fehlt die Haptik, die das Lesen manchmal verführerisch macht. Außerdem lässt sich ein E-Book weder ausleihen, noch verkaufen, tauschen oder spenden. Zumindest noch nicht. Damit sich ein E-Book lesen lässt, wird Strom benötigt. Dazu ein Laptop, Computer oder ein Reader. Außerdem sind viele E-Books nicht sehr viel preiswerter, als die gedruckten Bücher. Mit einem gut bestückten Bücherregal als Statussymbol kann ein E-Book-Reader natürlich auch nicht wirklich mithalten. Ein Buch ist ein beliebtes Geschenk zu allen möglichen Gelegenheiten, ein E-Book macht da nicht so viel her, weil es sich höchstens als Gutschein eines Onlinebuchhändlers verschenken lässt. Außerdem sollte der Reader besser außerhalb der Badewanne bleiben und auch nicht auf den Fußboden fallen.

E-Books setzen sich immer mehr durchZwar gibt es immer noch Menschen, die das E-Book verurteilen und der Meinung sind, dass nur ein gedrucktes Buch das wahre Lesen sei, doch es werden weniger. Denn das Medium, auf dem ein Text zu lesen ist, hat mit seinem Inhalt nichts zu tun. Es gibt viele Bücher, die wertvoll sind, die sich gut und vergnüglich lesen lassen und die überhaupt nicht mehr im Buchhandel lieferbar sind. Hier bietet das E-Book eine Chance. Überhaupt: Weil sich E-Books so einfach und ohne viele Kosten schreiben und anbieten lassen, tummeln sich natürlich auch viele auf dem Markt, die vielleicht keinen Verlag gefunden hätten. Aber dazwischen sind immer wieder Perlen, die das Lesen lohnen.

Und ihr?Lest ihr E-Books oder bleibt ihr definitiv beim Buch?
Gibt es hier vielleicht auch schon Leser, die ausschließlich E-Books lesen?
Seht ihr vielleicht noch andere Vor- und Nachteile?

Ich bin auf eure Meinung gespannt.


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8 responses to “E-Books – Ja? Nein? Vielleicht?

  1. Also hin und wieder lese ich gerne eBooks. Aber ich sehe es nicht ein für ein eBook z.B. 15 Euro zu bezahlen, wenn ich die Printausgabe für 16 Euro bekomme. Da gebe ich lieber den einen Euro mehr aus und habe nicht nur eine Datei in der Hand.
    Bücher sind und bleiben meine erste Wahl. Das Gefühl, den Geruch, das kann ein eBook nicht ersetzen. Aber mein Reader ist eine gute Ergänzung! Und wenn ich z.B. in den Urlaub fahre, ist es praktischer den Kindle mitzunehmen als Kiloweise Bücher 🙂

  2. So, hallöchen 😀
    Ich habe deinen Blog gerade neu entdeckt über twitter und deinen Beitrag auch gleich mal in meinen neuen Post eingebunden weil ich finde, dass das ein Thema ist über das gerne diskutiert wird. Ich persönlich finde, dass man sich doch gar nicht entscheiden muss für das eine oder das andere zu sein, weil es sich doch wunderbar ergänzt! Aber ich muss auch zugeben, dass ich sehr gerne auf meinem eReader lese vor allem wenn ich mit meinem Hund spazieren bin oder ähnliches 😉 Schau doch mal bei mir vorbei, da habe ich noch mehr gekritzelt zu dem Thema 😀

    Liebst, Lotta

  3. Ich schnüffel nicht an Büchern, aber ich lese trotzdem keine ebooks. Ich erkenne an ihnen einfach (noch) keinen Mehrwert, das ist der entscheidende Punkt für mich. Die Preise sind in der Regel ähnlich zum Buch, aber Design und dekorative Aspekte meines Bücherregals fallen weg (Statussymbol? Unsinn. Brauch ich nicht, das überlasse ich Leuten, die die Pappaufsteller der Klassiker aus dem Möbelhaus in ihrer TV-Wand stehen lassen, um den Eindruck von Bildung zu erwecken. Bücher sind hübsch und ein Regal wirkt wohnlich).

    Die Vorteile des eReaders sind alles Dinge, die mich bis jetzt nie gestört haben – seit der Erfindung des digitalen Lesens scheint bei vielen Menschen ein unfassbares Belastungsempfinden ausgebrochen zu sein. Ein Buch in der Handtasche fällt neben der Wasserflasche kaum ins Gewicht, plötzlich ist es unzumutbares Schleppen. Für ich nicht.

    "Nur" ein Buch, vielleicht noch ein zweites? Schrecklich. Man braucht heute für eine 20minütige Bahnfahrt mindestens seine gesamte Sammlung von 1000 Büchern. Ich finde das eher kontraproduktiv. Nicht umsonst heißt es, "Wer die Wahl hat, hat die Qual" – ständiges Überangebot ist nicht immer nur Luxus.

    Wenn ich in den Urlaub fahre, dann um etwas zu erleben. Ich lese keine 10 Bücher am Strand, weil es mir nach spätestens einem Tag zu langweilig wird, da einfach nur rumzuliegen (das kann ich auch auf meinem Balkon). Deswegen brauche ich auch dann keine Reader. Ein, zwei Bücher hatten noch immer in meinem Gepäck Platz.

    "Nur"-ebooks auf dem Buchmarkt interessieren mich zudem nicht besonders. Sicher sind auch Perlen darunter, aber die finde ich auch unter den regulären Büchern. Und das vermutlich in einem besseren Verhältnis von gut zu schlecht. Sicher ist es schön für Autoren (und die, die es unbedingt sein wollen), relativ einfach selbst ein "Buch" zu veröffentlichen. Aber bisher hatte ich nicht das Bedürfnis, viel davon zu lesen und auch die Zusatzebooks zu Buchreihen brauche ich nicht.

    Zu guter Letzt kann ich ein Buch verkaufen, verleihen,verschenken, vertauschen, ins Regal stellen…ich brauche nicht unbedingt die Haptik von Papier für ein emotionales Gefühl, aber es ist auch "Besitz". An einem ebook erwerbe ich eine Lizenz, weiter nichts.

    Wenn ich das alles abwäge, macht die Anschaffung eines Readers für mich einfach (noch) keinen Sinn. Ich denke auch nicht, dass sich eBooks immer weiter durchsetzen. In erster Linie ist es die technische Neuerung, die Begeisterung hervorruft – das ist immer so. Durch die Beschränkung des eBooks auf Lizenzen und die teilweise hohen Preise, sehe ich aber nichts, was dem digitalen Buch weiteren Aufschwung bringen wird – den Buchmarkt wird es so nicht überflügeln. Dazu müssen sich Vertrieb, Besteuerung und Möglichkeiten noch entwickeln. Ich denke dabei eher, dass das ebooks sich entweder als Ergänzung etablieren wird (Code im Buch) oder sich vom "Inhalt-ist-gleich"-Buch entfernen wird, durch Zusatzfunktionen. Denn bei "Inhalt ist gleich" kann eine Datei bei ähnlichem Preis einfach leistungsmäßig nicht mit einem greifbaren Objekt konkurrieren. Besonders nicht, solange der "Besitz" nicht gleichwertig ist. Dann, irgendwann einmal, kann ein ebook eventuell auch für ich Sinn machen.

    Puhhhh, das war lang, aber so sehe ich das mit dem ebooks.

    LG

  4. Genau die Gedanken habe ich auch! Ich habe meinen Reader jetzt fast ein Jahr und trotzdem fällt es mir grade bei Reihen so unglaublich schwer, die Fortsetzung tatsächlich als Ebook zu kaufen, weil es ja dann nicht im Regal bei den anderen steht. Aber ansonsten möchte ich die Ebooks nicht mehr missen, weil ich trotzdem viele tolle Geschichten entdeckt habe, die ich ansonsten nie gesehen hätte…

  5. Ich bin ein klarer Vertreter des E-Readers, denn er bietet vielen Indie-Autoren die Möglichkeit sich unabhängig von einem Verlag zu verwirklichen. Es bietet einfach jedem die Möglichkeit zu Publizieren und daraus ist eine neue Nische entstanden, woraus noch sehr viel neues entstehen kann. Es gibt viele Plattformen und Verlage, die sich darauf spezialisiert haben und versuchen das E-Book an den Mann zu bringen.

    Ich selbst habe einen Kindle und bin froh ihn zu haben. Somit habe ich schon die ein oder andere Kurzgeschichte gelesen, die echt unterhaltsam war oder auch große Bücher gelesen, die als Paperback oder Hardcover einfach noch zu teuer waren. Wobei so manches E-Book sich preislich gesehen nicht viel unterscheidet von einem normalen Buch.. meiner Meinung nach fehlt da die Relation noch. Ich denke mir nämlich, wieso soll ich für ein E-Book 10 Euro zahlen wenn es gerade mal sagen wir 100 Seiten hat? Ein anderes E-Book mir der gleichen Anzahl könnte mich dann gerade mal 4 Euro kosten.

    Ich weiß nicht.

    Mir gefällts, ich habs. Ich nutze es gerne. Aber auch für mich muss immer wieder ein Buch in der Hand liegen. Alleine der Geruch eines Buchs kann der E-Reader nicht annehmen! 😀

    Liebe Grüße.
    Henni 🙂

  6. Ich habe ein E-Book reader vor ca. drei Monate bekommen. Dadurch, dass ich nun auch unterwegs lesen konnte (Bücher sind echt zu schwer, bei meinen Schulsachen, die ich so mit mir trage), habe ich viel mehr angefangen wieder zu lesen. Mitlerweile eigentlich wieder mehr 'normale' Bücher. Aber den EBook reader benutze ich auch mal ganz gerne. Vor allem beim Sport ist es sehr praktisch, da man ihn super auf die Geräte stellen kann.
    Leider kann man sich die Bücher auf dem E-Book-Reader nicht in sein Bücherregal stellen 🙁 Und der Preis ist auch nicht gerade weniger..

    Lg Denise ♥

  7. Hallo Yvonne,

    ich bin durch Lotta auf deinen Blog bzw den Artikel aufmerksam geworden. Wirklich ein sehr interessantes Thema, wo sich die Geister scheiden.
    Ich persönlich habe damals hin und her überlegt, mir einen E-Reader zu kaufen, habe mich dann jedoch dagegen entschieden, weil es sich nicht richtig gelohnt hätte. Durch Zufall habe ich dann meinen Wunsch-E-Reader, den Tolino Shine, gewonnen!
    Also man muss ja schon sagen, es ist wirklich praktisch so im Urlaub oder auch zum Pendeln, Klar nehme ich zum Pendeln auch nach wie vor ein normales Buch mit, wenn ich das gerade lese.
    Besonders bequem ist es abends im Bett, weil ich endlich auf der Seite liegend lesen kann^^
    Dennoch lese ich vielleicht nur 1/6 der Bücher als e-Book, was aber auch daran liegt, dass ich einfach mehr normale Bücher besitze. Ich liebe es, sie im Regal stehen zu haben, sie berühren zu können und an ihnen zu riechen. Ich liebe einfach dieses Gefühl, das ein Bücherregal in einem Raum vermittelt *:*
    Dennoch denke ich, dass E-Reader einfach eine schöne Ergänzung zum normalen Buch sind, das Leben teilweise etwas leichter machen, auch wenn man es vorher nicht unbedingt brauchte, und eben auch den kleinen Autoren eine Chance bieten, ihre Bücher an den Leser zu bringen, ohne einen Verlag.

    Liebe Grüße, Katja 🙂

  8. Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für diese sehr ausführlichen Kommentare.

    Ich war sehr lange ein absoluter Gegner von E-Books. Einfach weil ich der bloßen Datei nichts abgewinnen konnte. Ich fand und finde es immer noch toll ein Buch in der Hand zu halten.

    Dann habe ich meinen Reader vor gut einem Jahr zum Geburtstag bekommen. Natürlich war das erstmal interessant, aber so richtig durchgesetzt hat sich mein kleiner Kobo noch nicht. In dem Jahr habe ich vielleicht 5 E-Books gelesen. Bei der Auswahl meines Lesestoffs habe ich dann doch eher das gute alte Buch vorgezogen.

    Bei dem Wälzer "Elfenmagie" habe ich mir zusätzlich zum Buch das E-Book besorgt, weil ich dachte, es wäre vielleicht handlicher. Das ist es auch, aber trotzdem habe ich immer wieder zum Buch gegriffen. Handlich hin oder her.

    Wenn es ums Bücher kaufen ging, habe ich wie viele andere weiterhin die Printausgabe vorgezogen. Bei den Preisunterschieden wähle ich auch lieber das gedruckte Buch als eine einfache Datei.

    Trotzdem bin ich froh, dass ich meinen Kobo habe. Manchmal sind E-Books eben doch günstiger als die gedruckten Ausgaben. Und so haben es so manche Bücher auf meinen Kobo geschafft, die ich mir sonst wahrscheinlich nie gekauft hätte. So ist der E-Book-Reader auch für mich eine schöne Ergänzung, aber das gedruckte Buch bleibt meine erste Wahl.

    Ich würde es ja sehr begrüßen, wenn die Verlage in ihren Büchern einen Code zum dazugehörigen E-Book einfügen würden.

    LG Yvonne

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