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Die wichtigsten Wortwächter in der Übersicht / Blogtour

17. Februar 2018 / (Buch)Aktionen / 22 Comments

Willkommen zum zweiten Blogtourtag zu Akram El-Bahays frisch erschienem Roman „Wortwächter“.  Gestern gab es bei Carina ein Reiseinterview mit Tom und Joséphine. Heute stelle ich euch die wichtigsten Wortwächter aus dem Buch vor. Wer die Wortwächter sind, wer dazu gehört und was sie in dem Buch machen, erfahrt ihr heute.


Was sind Wortwächter?

Worte sind mächtig. Sie können dich an ferne Orte bringen oder dich Menschen folgen lassen. Wortwächter (lat. excubitor verborum) sind Lesende und Schreiber. Letztere sind Autoren, die die Macht haben, mit ihren Worten und speziellen Federn, die von einem Greif abstammen, den Lauf der Geschichte zu beeinflussen.

Die Schreiber haben mit ihren Worten Statuen, Büsten oder Tonfiguren ein eigenes „Ich“ gegeben und heute unterstützen diese Abbilder großer Autoren den Orden der Wortwächter.

Eine kleine Auswahl dieser stelle ich heute vor.

 

William Shakespeare / Will

William Shakespeare gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker, dessen Werke bis heute aufgeführt und verfilmt werden. Er wurde 1564 in Stratfort-Upon-Avon geboren und ist 1616 auch dort gestorben.

Über die jungen Jahre von Shakespeare ist nicht allzu viel bekannt. Man weiß, dass er jung die Bauerntochter Anne Hathaway heiratete und mit ihr 3 Kinder hatte.

1593 erschien sein erstes Werk „Venus und Adonis“. Als Dramatiker, Schauspieler und Lyriker genoss Shakespeare bereits zu Lebzeiten großes Ansehen. In 52 Lebensjahren hat er 38 Dramen und 154 Sonette verfasst.

Bis heute ist nicht geklärt, woran Shakespeare verstorben ist.

Shakespeare und Romeo und Julia

Romeo und Julia sind wohl eines der berühmtesten Liebespaare der Literaturgeschichte. Shakespeare schrieb die Tragödie Ende des 16. Jahrhunderts. Hauptquelle für dieses Werk war  ein 3000 Verse langes Gedicht von Arthur Brookes.

Die Namen der verfeindeten Familien Montague und Capulet fand man bereits in Dathes „Göttliche Komödie“.

Erste Nachweise für die Aufführung sind aus dem Jahre 1604.

Shakespeare im Wortwächter

Toms Onkel hatte einen Diener, so wie in den langweiligen Schwarz-Weiß-Filmen, die Toms Eltern gerne sahen. Will, so hieß der Mann, hatte Tom am Flughafen in London in Empfang genommen und hergefahren. Er war etwas klein und schmächtig. Der dunkle Anzug schien ihm nicht recht passen zu wollen und sein Hut rutschte ihm immer wieder in die Stirn, als fände er auf seinem Kopf keinen Halt. Von seinem Gesicht war nicht viel zu erkennen. Will trug einen Schal, den er bis unter die Nase gezogen hatte, und seine Augen bedeckte eine riesige Sonnenbrille, die ihn beinahe wie eine Fliege aussehen ließ. Vielleicht war er gegen Sonnenlicht allergisch, mutmaßte Tom.

 

Mary Shelley / Mary

Mary Wollstonecraft Shelley Rothwell Mary Shelley wurde 1797 als Mary Godwin in London geboren und starb dort 1851. Die Mutter und Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft verstarb im Wochenbett, so dass der Vater William Godwin Mary zusammen mit einer Halbschwester alleine aufzog.

Ab 1814 führte Mary Godwin eine Liebesziehung mit dem Arzt Percy Bysshe Shelley, den sie 1816 heiratete. Das Leben der beiden war ein auf und ab – Selbstmorde, Krankheiten, Fehlgeburten und Depressionen überschatteten die Liebe. Und auch Percy Shelley verstarb überraschend als er 1822 ertrank bei einem gemeinsamen Segelausflug ertrank.

Die Witwe widmete sich nach dessen Tod ausschließlich dem Schreiben und starb wahrscheinlich an einem Hirntumor im Alter von 53 Jahren. Insgesamt schrieb Shelley sechs Romane und eine Novelle.

Mary Shelley und Frankenstein oder Der moderne Prometheus

Shelley schrieb das Buch 1816 in einer Villa nahe des Genfersees, wo sie den Sommer unter anderem mit ihrem zukünftigen Mann verbrachte. Aufgrund eines Vulkanausbruchs wird dieses Jahr auch als das „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet. Die Anwesenden konnten das Haus oft nicht verlassen und so schrieb Mary Schauergeschichten. In Frankenstein greift sie die Erfindung der ersten elektrischen Batterie auf. Der Roman wurde schließlich 1818 veröffentlicht.

Shelley in Wortwächter

Eine ernst aussehende Frau mit einer falkenhaften Nase und langen weißen Haaren, die sie streng zu einem Zopf gebunden hatte, trat auf sie zu. Sie war völlig in schwarzes Leder gekleidet. Selbst ihre Finger steckten in Lederhandschuhen, was das wenige ihrer Haut, das sichtbar war, so blass wie Schnee erscheinen ließ. Tom konnte nicht sagen, wie alt die Frau war. Sie schien seltsam zeitlos.

 

John Ronald Reuel Tolkien / Johnny

Oxford Tolkien Wer kennt nicht J.R.R. Tolkien? „Der Herr der Ringe“ ist wohl eines der erfolgreichsten Werke des 20. Jahrhunderts.

Tolkien lebte von 1892 bis 1973. In Südafrika geboren, zog seine Mutter mit ihm und seinem Bruder 1895 nach England. Bereits mit 12 Jahren war Tolkien Vollwaise lebte von da an bei Verwandten.

Seine erste Geschichte, aus der später „Das Silmarillion“ wird, begann er während des Ersten Weltkriegs. Sie wurde aber erst nach dem Tode Tolkiens vom Sohn Christopher veröffentlicht.

Zu Lebzeiten arbeitete Tolkien als Professor in Oxford. Daneben schrieb er seine Meisterwerke „Der kleine Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, wodurch er zu den Begründern der modernen Fantasy zählt.

Tolkien und Der Herr der Ringe

1937 erschien „Der kleine Hobbit“ und wurde ein Überraschungserfolg. Schnell wurden Stimmen nach einer Fortsetzung laut. 1954 wurde diese schließlich unter dem Titel „Der Herr der Ringe“ veröffentlicht. Aufgrund hoher Papierpreise wurde das Buch in drei Bänden angeboten, so dass man es heute fälschlicherweise oftmals als Trilogie bezeichnet.

Tolkiens erste Szene in Wortwächter

Plötzlich verschluckte sich Tom. Etwas an dem Mann, der soeben an der Abteiltür vorbeigegangen war, erschien ihm seltsam. Er wollte gerade Will antippen, als der Mann plötzlich wieder vor der Tür stand. Er hatte rabenschwarzes Haar, das so gar nicht zu dem scharf geschnittenen, älteren Gesicht passen wollte, und eine Pfeife im Mund. Er verengte die Augen und riss die Abteiltür auf. Tom keuchte erschrocken auf. Ein Angreifer? Vielleicht ein Schreiber?

Ihr habt nun einige Wortwächter kennen gelernt, aber lasst euch aber gesagt sein, es werden noch mehr Tom und Joséphine auf ihrem Abenteuer begleiten.


Gewinnspiel

An allen Tagen der Blogour habt ihr die Chance je ein signiertes Exemplar „Wortwächter“ zu gewinnen. Beantwortet dafür immer die jeweilige Tagesfrage. Die Frage heute:

Welcher Autor (egal, ob tot oder lebendig) sollte euch auf einem Abenteuer begleiten?

Das Kleingedruckte:

Teilnehmen könnt ihr bis zum 23.02.2018 23:59 Uhr. Alle teilnehmenden Blogs losen am 24.02.2018 aus. Bitte stellt sicher, das ich euch im Gewinnfall kontaktieren kann.
Bitte meldet euch anschließend innerhalb einer Woche bei mir, denn andernfalls muss ich leider neu auslosen.
Der Versand erfolgt direkt über den Verlag.
Wie immer gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Blogtourfahrplan

16.02. / Mietze‘ Bücherecke / Reiseinterview und die erste Rezension
17.02. / Yvonnes Bücherecke / Wichtige Wortwächter in der Kurzübersicht
18.02. / Always read on the light side of life / Ein Porträt von Antoine de Saint-Exupéry
19.02. / Leas Buchblog  / Die zweite Rezension und liebste Bücher über Bücher/Autoren
20.02. / Irve liest / Ein Autoreninterview zum Hintergrund des Romans
21.02. / Claudis Gedankenwelt / Eine Buchvorstellung mit Verlinkungen zu den ersten Rezensionen

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Die Gewinner

Nun ist es endlich soweit und die Gewinner werden verkündet.
Auf meinem Blog hat Solveig gewonnen:
SOLVEIG

Ich würde gerne David Edding auf so einer phantastischen Reise mitnehmen.
Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag, ich freue mich schon auf weitere Details zu den Wortwächtern.

Viwlw Grüße

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schicke deine Postanschrift an: yvonne_dieckmann@yahoo.de!

 

Auf den anderen Blogs haben folgende Leser gewonnen:

Mietze‘ Bücherecke – Danny
Always read on the light side of life – Manuela Schäller
Leas Buchblog – Benny von Bücherfarben
Irve liest – Jutta
Claudis Gedankenwelt– Nina von Bookblossom

 

Bitte meldet euch bei dem Blogger, bei dem ihr gewonnen habt. Auch euch herzlichen Glückwunsch!


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22 responses to “Die wichtigsten Wortwächter in der Übersicht / Blogtour

  1. Bücherfarben

    Hallo,

    Danke für den tollen interessanten Beitrag.

    Bei mir ist es ganz klar Jennifer Wolf oder Jennifer Estep! 😀 Beides meine Lieblingsautorinnen und ich glaube mit den beiden würde ein Abenteuer richtig aufregend werden und vor allem sehr interessant. 🙂

    Liebe Grüße,

    Benny

  2. karin

    Hallo und guten Tag,

    also mir fällt da sehr gerne Herr Neal Shusterman ein.
    Danke für den heutigen Beitrag.

    LG..Karin..

    PS: persönliche Daten gerne per PN.

  3. Liebe Yvonne,

    ein wirklich toller Beitrag! Das Buch klingt super interessant.
    Ich würde wohl am liebsten Derek Landy bei einem Abenteuer an meiner Seite haben, da er nicht nur mit seinem Einfallsreichtum, sondern vor allem mit seinem Humor überzeugen kann 😉

    Liebste Grüße <3 Jill

  4. Christina P.

    Boah, das klingt ja cool, die Sache mit den Wortwächtern! Ein super Beitrag heute!
    Ich hätte gern Douglas Adams dabei, eine Prise trockener Humor lockert einfach jede Situation auf 🙂 Und fürs Querdenken war der gute Mann ja ausreichend bekannt, das könnte beim Lösen von Rätseln helfen.
    LG Christina P.

  5. Jenny Siebentaler

    Ich hätte gerne meine liebe Tiphaine Somer Elin an meiner Seite denn ich glaube von ihrem Wesen her passt sie einfach super zu mir wenn es darum geht ein Abenteuer zu bestreiten! 🙂
    VLG jenny

  6. Solveig

    Ich würde gerne David Edding auf so einer phantastischen Reise mitnehmen.
    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag, ich freue mich schon auf weitere Details zu den Wortwächtern.

    Viwlw Grüße

  7. Jutta

    Hallo,
    also wenn auch schon verstorbene Autoren gelten, wie du schreibst, dann würde ich ganz klar Astrid Lindgren mit auf die Reise nehmen, denn mit ihrem Ideenreichtum wäre sie die ideale Begleiterin.

    Liebe Grüße, Jutta

  8. Huhu liebe Yvonne!

    Was für eine super coole Frage zur Blogtour! 😀 Wenn ich an Abenteuer denke, dann fällt mir sofort Jack London ein. Er hat „Wolfsblut“ verfasst, ein Klassiker den ich total liebe. Mit ihm würde ich gerne mal nach Alaska und Hundeschlitten fahren und durch die eisige Landschaft düsen, die er so toll in seinem Roman beschreibt. 🙂

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

    bookblossom@yahoo.com

  9. Hallo Yvonne,

    danke für deinen Beitrag. ☺️

    Ich habe eine Menge Autoren, die ich mag, aber ich glaube, ich würde mit Tolkien nach Neuseeland reisen, um zu erfahren, ob diese Landschaft ihn an sein eigenes Setting denken lässt.

    Liebe Grüße
    Silke

    Silketellers2207@gmail.com

  10. Melli M

    Danke für den tollen Beitrag und die Vorstellung der Wortwächter. Meine Tochter und ich sind sooo neugierig auf das spannende Buch. Wir würden uns gern mit Anna Ruhe in ein aufregendes Abenteuer stürzen.

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