Die Stadt der verschwundenen Kinder / Caragh O’Brien

26. Mai 2012 / Rezensionen / 4 Comments

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …


Die Stadt der verschwundenen Kinder / Caragh O’BrienDie Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh M. O'Brien
Übersetzer: Oliver Plaschka
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2011
ISBN: 345352800X
Seitenzahl: 464
Genre: Jugendbücher
Reihe: Birthmarked #1
Goodreads / four-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Sag mir, wo die Kinder sind
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …
Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …


Meine Meinung

Unmittelbar nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich mich gefragt, wie das Buch nur so lange ungelesen bei mir rumliegen konnte. Ich war absolut überwältigt von der Story.

Nach ein paar Tagen hat sich meine anfängliche Euphorie jedoch etwas gelegt. Es finden sich immer mehr Stellen, die mir nicht gut durchdacht erscheinen.

Positiv bei dem Buch sind zunächst einmal die Karte am Anfang und eine Kapitelübersicht. Bei Dystopien finde ich eine Karte immer sehr interessant. Das Cover selbst gefällt mir nicht so gut (gerade weil es genau das gleiche noch einmal gibt). Dafür finde ich die Punkte, die sich im ganzen Buch wiederfinden klasse, weil sie eine zentrale Rolle für die Handlung haben.

Die Handlung selbst beginnt überaus vielversprechend. Wir erhalten einen Einblick in Gaias Leben außerhalb der Enklave und die schreckliche Pflicht einer Hebamme. Die 3 erstgeborenen Babys, die eine Hebamme auf die Welt bringt müssen an die Enklave abgegeben werde. Ich finde diesen Gedanken einfach nur schrecklich und wollte von da an unbedingt wissen, was hinter dieser Idee steckt.

Als Gaias Eltern von der Enklave gefangen genommen werden, gerät das Weltbild der 16-jährigen ins Wanken und sie betritt selbst das für sie verbotene Gebiet um ihre Eltern zu retten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Enklave weiß alles.

Es war wirklich spannend Gaias Weg zu verfolgen. Ich konnte das junge Mädchen sofort in mein Herz schließen. Aus ihrer anfänglichen Naivität wird zunehmend Kampfgeist. Außerdem ist es mal eine Abwechslung, dass Gaia nicht das perfekt aussehende Mädchen ist, dass alle atemberaubend hübsch finden.

Gaia ist und bleibt aber auch die einzige Person im ganzen Buch, mit der ich mitfühlen und -leiden kann. Alle anderen Charaktere bleiben blass. An und für sich fand ich das nicht störend, aber gerade über Leon hätte ich gern mehr erfahren. So fand ich es nicht glaubwürdig, wie schnell er sich gegen sein altes Leben und für Gaia entscheidet.

Die Autorin beschreibt die Welt Gaias ganz gut, so dass vor meinen Augen ein Bild von einem mittelalterlichen Dorf entsteht, doch dann ist die Rede von Gentechnologie und großen Leinwänden. Hä? Es ist ja eigentlich sehr interessant, wenn sich die Welt in der Zukunft wieder „zurück entwickelt“, aber dann passen für mich die modernen Technologien nicht ins Bild. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte.

Gleichzeitig kann ich die von mir sehnsüchtig erwartete Auflösung der Abgabe der Babys nicht ganz nachvollziehen. Es gibt in der Enklave moderne Technologien und doch werden sie nicht vollends genutzt? Hier wäre eine ausführlichere Erklärung angebracht gewesen.

Alles in allem beeinflusst dies keinesfalls den Lesefluss und die Spannung. Ich hoffe nur, dass es im nächsten Band noch ein paar Erklärungen gibt, denn nach dem Cliffhanger am Ende kann man gar nicht anders, als den zweiten Teil lesen zu wollen.

Fazit

Mir hat das sehr gut Buch gefallen. Ein toller Schreibstil und die geniale Idee zum Buch, machen die kleinen Schwächen wieder wett. Vielleicht wird ja in den Folgebänden mehr aufgeklärt.

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4 responses to “Die Stadt der verschwundenen Kinder / Caragh O’Brien

  1. Huhu Yvonne 🙂

    tolle Rezi vielen Dank 🙂 Ich mag das Cover sehr ^^ hübsches Gesicht und das wabernde Blaue ist schick 🙂

    Hmz… naja deine Vorstellung von Zukunft ist eine in der alles irgendwie mehr wie in StarWars oder so aussieht ^^ Aber in der Zukunft könnte es doch auch sein das es wieder wird wie im Mittelalter 🙂 Das ein Aspekt den ich sehr interessant finde 🙂

    Ich habe das Buch auf der WL brenne drauf es zu lesen ^^

    LG
    Romi

    P.S.: Danke für deinen Besuch ^^ aber der Link funktioniert irgendwie nicht 🙁

    • Haha, naja an Star Wars hab ich nun nicht gedacht. Ich fand den Eindruck vom Mittelalter auch sehr gut, aber dann passen für mich diese modernen Technologien nicht rein.

      Viel Spaß beim Lesen.

      Aber was für ein Link funktioniert nicht? Ich steh gerade auf dem Schlauch.

  2. Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit gelesen und fand es so super, dass kurz danach auch der zweite Band verschlungen werden musste 🙂 Ich kann deine Kritikpunkte nachvollziehen, aber ich glaube, dass die Ressourcen einfach fast aufgebraucht und dann nur noch für die "besseren" Leute in der Enklave verwendet wurden – anders kann ich mir das auch nicht erklären ^^
    Allerdings finde ich Leon total toll… und er kommt auch im 2. Band wieder vor 😉
    LG, Josi <3

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