Die Stadt der träumenden Bücher / Walter Moers

19. November 2011 / Rezensionen / 2 Comments

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!


Die Stadt der träumenden Bücher / Walter MoersDie Stadt der Träumenden Bücher (Zamonien, #4) von Walter Moers
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2006
ISBN: 978-3-492-24688-0
Seitenzahl: 476
Genre: Fantasy
Reihe: Buchhaim #1
Weitere Bücher der Reihe: Das Labyrinth der Träumenden Bücher (Zamonien, #6)
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Können Bücher wirklich träumen? Bücher können alles ? sogar töten!
Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!
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Meine Meinung

Wie oft habe ich dieses Buch schon in den Händen gehalten und doch wieder weggelegt, weil ich die Illustrationen immer irgendwie merkwürdig fand. Auch die Namen haben mir nicht wirklich gefallen. Zum Glück habe ich mich doch noch zum Lesen entschlossen.

Das Buch lässt sich nicht mit anderen Romanen dieses Genre vergleichen – Hildegunst von Mythenmetz ist einzigartig.

Danzelot von Silbendrechsler stirbt und überreicht seinem Schützling Hildegunst von Mythenmetz ein Schriftstück mit einem Text, der alles bisher Geschriebene in den Schatten stellt. Hildegunst soll sich von der Lindwurmfeste nach Buchhaim begeben und den geheimnisvollen Autor finden. Die junge Echse macht sich auf den Weg nach Buchhaim – in die Stadt der träumenden Bücher. In diesem Ort dreht sich das ganze Leben um die Literatur. Aus der Sicht von Hildegunst von Mythenmetz beginnt sein wohl bis dahin größtes Abenteuer …

Es ist eindrucksvoll wie jemand mit der Sprache spielen kann. Mit Wortneuschöpfungen, Gedichten oder auch Metaphern schmeißt Moers nur so um sich, als gehören sie zur alltäglichen Sprache. Ab heute gehört das Wort „Knolfen“ zu meinem festen Wortschatz.

Moers nimmt sich viel Zeit (oder eher Seiten) Situationen oder Charaktere zu beschreiben, was aber an keiner Stelle langweilig wird, denn dies geschieht mit so viel Wortwitz, dass ich oft laut loslachen musste. An anderen Stellen habe ich mit Hildegunst mitgefiebert, mir vor Neugier erregt an den Nägeln gekaut oder ein paar Tränen vergossen. Die junge Echse konnte mich immer in ihren Bann ziehen.

Auch die anderen Charaktere sind so liebevoll und detailliert gestaltet worden, dass man diese nur lieben oder hassen kann.

Besonders faszinierend finde ich die Bewohner der Ledernen Grotte – die Schrecklichen Buchlinge. Diese kleinen Wesen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Deren Bedarf keine weitere Beschreibung, diese muss man einfach selbst erleben.

Den Inhalt runden die vielen Illustrationen ab. Beim Lesen habe ich die Zeichnungen immer mehr schätzen gelernt und kann mir das Buch jetzt gar nicht mehr ohne vorstellen.

Fazit

Ein absolutes Highlight.


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2 responses to “Die Stadt der träumenden Bücher / Walter Moers

  1. Ich lese ständig sooo tolle Bewertungen zu dieser Buchreihe… aber ich fürchte, ich bin echt so eine Covertante… diese Cover finde ich alle z.B. sowas von hässlich, dass die Bücher einfach nicht auf meinem Wunschzettel landen.. auch wenn mir dann scheinbar was entgeht.. naja.. eines Tages vielleicht ;))

  2. Mir gings anfangs ähnlich. Ich habe dieses Buch über Jahre immer wieder gesehen, aber immer wieder weggepackt, weil es
    1. undhandlich ist und 2. irgendwie blöd aussah. Dann hab ich es aber doch mal gegriffen und finds einfach nur toll und auch die Zeichnungen sind auf einmal super. Und dieses kleine Ding auf dem Cover – die sind sooo putzig. ^^
    Hab mir aber dann die Taschenbuchausgabe besorgt, weil unhandlich ist die gebundene Ausgabe immernoch. 😉

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