Monatsspecial

Der Kampf um Macht – Historische Hintergründe zum Roman Blutföhre

25. Januar 2017 / (Buch)Aktionen / 2 Comments

Monatsspecial

 

Die letzten zwei Tage gab es die Rezensionen zu Monika Pfundmeiers Buch „Blutföhre“. Hier und hier könnt ihr sie euch noch einmal durchlesen. Heute gibt ein paar Hintergrundinformationen zur Geschichte, denn diese sind aufgrund der historischen Ereignisse im 13. Jahrhundert überaus interessant.

 

Die Sage

Die Sage der Blutföhre ist die Grundlage dieses Romans.

„Rein ist meine Hand von Blut und Mord. Zum Zeichen meiner Unschuld soll hier aus meinem Blut eine Föhre wachsen und noch späteren Geschlechtern von meinem Schicksal künden!“

Die Sage ist rund um Friedberg allgemein bekannt. Wer sich die vollständige Sage durchlesen möchte, kann das HIER tun. Die Ereignisse haben sich wohl zu Zeiten Ludwig des Strengen zugetragen.

 

Historischer Hintergrund

1250 starb der letzte Kaiser aus dem Hause der Staufer Friedrich II. Die staufische Machtstellung brach damit nach und nach in Deutschland und später in Italien zusammen. Der letzte männliche Nachkomme in direkter Linie war Konradin, der 1268 in Italien hingerichtet wurde.

Mit dem Tod des Kaiser begann das Interregnum („Zwischenherrschaft“) im Reich.

In dieser Zeit konnten die Reichsfürsten ihre Macht erheblich stärken. Jeder versuchte seine Ansprüche und Territorien zu vergrößern. Der weniger mächtige Adel, wozu auch das Rittertum zählte, wurde zunehmend unterdrückt. Aus diesen Ereignissen heraus entstand das Raubrittertum.

Das Heilige Römische Reich wurde dadurch zu einem rechtlosen Staat. Es zählte nur das Recht des Stärkeren. Es bildeten sich zunehmend Städtebünde, in den sich die Städte gegenseitig unterstützen (z.B. Die Hanse).

HRR 1400

 

Ludwig II.

Fürstenfeldbruck-Klosterkirche 8 Ludwig II., auch der Strenge genannt, ist einer der Protagonisten im Roman und die einzige historisch belegte Person. Er war von 1253 bis 1294 Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein. Nach der Landesteilung von 1255 regierte er das Herzogtum Oberbayern.

Den Beinamen „der Strenge“ erhielt der Herzog aufgrund seiner von ihm fälschlich hingerichteten Ehefrau Maria von Brabant. Es folgten zwei weitere Ehefrauen.

Er war der Vormund seines Neffen Konradin, durch dessen Tod Ludwig weitere Besitzungen erhielt.

Ludwig starb 1294 in seiner pfälzischen Residenz in Heidelberg und wurde im Kloster Fürstenfeld beigesetzt.

Er hinterließ 5 Kinder aus zweiter und dritter Ehe.

 

Monika Pfundmeier hat diese historischen Hintergründe eindrucksvoll in ihren Roman eingebaut. Vor Allem den eigenwilligen Ludwig hat sie in ihrer Geschichte wunderbar authentisch beschrieben.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die historischen Gegebenheiten geben und damit eure Neugier für den Roman wecken. Morgen geht es mit einem Interview bei Jill weiter. Monika Pfundmeier wird über ihr Buch und sich sprechen.


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