Das Phänomen Schlafwandeln / Blogtour zu Glimmernächte

5. Oktober 2016 / (Buch)Aktionen / 6 Comments

Hallo ihr Lieben,

willkommen zum heutigen Tag der Blogtour zu Glimmernächte von Beatrix Gurian.

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Stell dir vor du möchtest mit deinem Pferd ausreiten. Du bereitest es für den Ausritt vor, nimmst die Zügel in die Hände und spazierst in den Sonnenuntergang hinein … plötzlich … ein merkwürdiger Traum von einem unbekannten Kind, das nach einer Operation Schmerzen hat. Und als du wieder aufwachst, liegst du an den Klippen – nahe dem Abgrund. Was ist passiert? Wie kommst du an diesen Ort?

Genau so geht es Protagonistin Pippa im Roman. Es passieren viele merkwürdige Dinge, die niemand außer ihr wahrnimmt. Als Leser stellt man natürlich viele Vermutungen an, was hinter diesen verwirrenden Szenen stecken könnte. Schlafwandelt Pippa möglicherweise?

Ich möchte mich an dieser Stelle etwas näher mit dem Thema Schlafwandeln auseinandersetzen.

Was ist Schlafwandeln überhaupt?

Schlafwandeln heißt in der Fachsprache Somnambulismus. Dabei verlassen schlafende Menschen das Bett, laufen durch die Gegend oder führen sogar einfache Tätigkeiten aus. Das Phänomen gibt den Wissenschaftlern auch heute noch viele Rätsel auf. Kinder sind häufiger betroffen, aber auch wenige Erwachsene schlafwandeln. (Eine genaue Erklärung gibt es bei Wikipedia.)

Wenn Yvonne schlafwandelt…

dann ist das vor Allem für meinen Mann sehr nervig. 🙂

Mir passiert es manchmal, dass ich nachts aus dem Bett springe, weil ich plötzlich irgendetwas erledigen oder einen Fleck auf dem Boden sehe, der dringend weggewischt werden muss. Ich stehe dann mitten im Raum, wache auf und frage mich, was ich gerade machen wollte oder wo der Fleck hin ist.

Von diesen Aktionen bekommt mein Mann noch nichts mit, weil ich dann einfach wieder ins Bett gehe. Manchmal rüttel ich meinen Mann aber auch wach, weil ich etwas Dringendes zu erzählen habe. Wenn er dann wach wird und nachfragt, was ich von ihm wolle, kann ich mich nicht mehr daran erinnern und kann sogar richtig wütend werden, weil ich mich selbst ärgere, dass ich mich nicht klar äußern kann. Wie denn auch, wenn ich gar nicht weiß, was ich überhaupt wollte.

Das beliebteste Beispiel meines Mannes für meine nächtlichen Störungen ist die Situation, in der ich ihn aus dem Bett schieben wollte, weil ich noch Platz für andere Menschen machen wollte.

Ist Schlafwandeln wirklich so lustig?

Eigentlich nicht, denn auch wenn der berühmte Spaziergang auf dem Dachgesims wohl zu den Mythen gehört, kann es zu kleineren Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen kommen. Genauso kann das Schlafwandeln für den Betroffenen sehr peinlich werden, wenn Freunde oder Bekanntschaften solche Szenen erleben.

Und nun erzählt: Schlafwandelt ihr und sind euch dabei lustige oder außergewöhnliche Dinge passiert?

Wer wissen will, ob Pippas merkwürdige Erlebnisse vom Schlafwandeln herrühren, sollte schnell die Geschichte lesen. Verpasst auch nicht die anderen Beiträge zur Blogtour. Rechts findet ihr alle Tourdaten.


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6 responses to “Das Phänomen Schlafwandeln / Blogtour zu Glimmernächte

  1. Jenny Siebentaler

    Morgen schön 🙂

    Ich weis das ich mal als Kind wo ich noch ein Zimmer mit meinen jüngsten Bruder hatte mit einem Doppelstockbett wo ich oben geschlafen habe und irgend wie habe ich es mal geschafft daran kann ich mich noch so stark dran erinnern das ich dann irgend wie schlafend am Boden kauernd irgend wo an ner völlig anderen Ecke des großen Raumes wach geworden bin-es war völlige Dunkelheit und ich konnte mich nur tastend zum Lichtschalter suchen! Keine Ahnung wie ich da hingekommen bin…..

    VLG Jenny

    • Yvonne

      Hallo Jenny,
      mein Gott, das klingt aber auch gruselig. Wie alt warst du denn da?

      Meine Große ist auch „leidenschaftliche“ Schlafwandlerin. Manchmal geht sie im Schlaf auf Toilette, manchmal liegt sie aber auch vor ihrem Bett und kann sich nicht daran erinnern, wie sie dahin gekommen ist.

      Liebe Grüße
      Yvonne

  2. Mmh, also ich glaub ich schlafwandel nicht. Zumindest kann ich mich an nichts dergleichen erinnern…
    Stattdessen habe ich momentan als Albträume und liege schreiend im Bett, oder bin irgendwie als am Rennen im Traum und fühle mich, wenn ich wach werde total abgehetzt und ausgelaugt und alle Knochen schmerzen. Wenn es mal keine Albträume sind, dann bin ich meist dennoch total unruhig. Kommt aber von den Immunsuppressiva.
    Was dem Schlafwandeln wohl aber gleich kommt sind Halluzinationen, die hatte ich zu Beginn der einen Medikamente kurzfristig. Das war total daneben, denn ich kam mir sowas von veräppelt vor. War mit meiner Mum einkaufen und kurz vorm Lidl bleib ich stehen und meine „Hier brennt es oder muss es gebrannt haben!“ Meine Mum schaut mich verwirrt an und meint nur wie ich darauf komme, hier sei doch nichts. Und ich so „Hier ist alles total verqualmt!“ Ob sie das denn nicht sehe. Ich habe überall Rauchschwaden gesehen und mich strikt geweigert weiter zu Laufen und die Leute haben mich alle angestarrt… Das war total peinlich. Das hab ich an dem Tag 2 mal gehabt. Als es bei uns im Garten war, konnte ich es mir allerdings nicht mehr vorstellen, dass es da wirklich brennen soll, aber ich habe tierische Panik bekommen und ringsherum auf einmal Rauch gesehen…
    Liebe Grüße
    Elchi

    • Yvonne

      Oh Elchi,
      danke für deine ausführliche und sehr private Antwort.

      Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, was für Auswirkungen Medikamente auf den Menschen haben können. Ich kenne von der Erkrankung meiner Mama nur die körperlichen Beeinträchtigungen, aber ich kann mir vorstellen, dass solche psychischen Nebenwirkungen wie Albträume das Leben genauso stark beeinträchtigen können.

      Die Situation mit den Halluziantionen muss sich für dich schrecklich angefühlt haben. Aber das zeigt doch mal wieder, wie schnell wir über Menschen urteilen, ohne wirklich zu wissen, was dahinter steckt. Von Hilfe keine Spur!

      Ich wünsche dir auf jedenfall ganz viel Gesundheit.

      Liebe Grüße
      Yvonne

  3. Huhu Yvonne!

    Ich selbst schlafwandle nicht, aber mein Mann. Da haben wir in den letzten Jahren schon einige – meistens glücklicherweise einfach nur witzige – Erlebnisse mit gehabt.

    Vor einigen Jahren waren wir mit Freunden an der Nordsee im Urlaub. Es war Anfang Februar, draußen lag Schnee. Wir hatten ein Ferienhaus und das Zimmer meines Mannes und mir lag im Erdgeschoss. Die Rollläden waren unten, denn von unserem Zimmer ging eine Terrassentür direkt nach draußen. Mitten in der Nacht bin ich hochgeschreckt, weil mein Mann wie ein irrer die Rollläden hochgezogen hat, und raus in den Garten gerannt ist. Barfuß im Schlafanzug, in den Schnee. Ich habe mich selbst natürlich total erschrocken und bin hinterher und habe gerufen, was er da macht. Er schaute sich dann etwas irritiert und gehetzt um – ich vermute, er ist durch die Kälte wach geworden – und meinte „Ich muss weg!“. Ich habe ihn dann schimpfend wieder ins Bett bugsiert. Das war ein Erlebnis …

    Liebe Grüße
    Nicole

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