Das Atlantis-Gen (A.G. Riddle) | Rezension

5. Dezember 2015 / Rezensionen / 0 Comments

– Meine Meinung –

Nie im Leben wäre ich von allein auf die Idee gekommen das Buch zu lesen. Das Thema interessiert mich nur bedingt und dann auch eher im Filmbereich. Auf Wunsch meines Mannes, der die Geschichte toll fand und dem Erscheinungstermin des finalen Bandes bereits entgegen fiebert, habe ich das Buch gelesen.

Puh, der Einstieg fiel mir überhaupt nicht leicht. Es gibt jede Menge verschiedene Perspektiven in denen immer eine andere Person im Mittelpunkt steht, so dass ich erst einmal mit der Zuordnung dieser beschäftigt war. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kapitel überaus kurz sind und man gefühlt ständig hin- und her springt. Dank der kurzen Ortsbeschreibung zu Beginn eines jeden Abschnitts habe ich mich dann aber zurecht gefunden. Die Handlung selbst beginnt mit der Sichtung eines Nazi-U-Bootes und mehreren Terroranschlägen überraschend spannend und macht neugierig.

Viele Themen in eine Geschichte gequetscht

Die Handlung kommt schnell voran und bietet immer wieder aufregende Szenen, die als Vorlage für einen Bond-Film dienen könnten. Ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren, da die Geschichte überaus komplex ist und viele Themen aufgreift – die Evolutionsgeschichte der Menschheit, Verschwörungstheorien, Nationalsozialisten, eine Geheimorganisation und natürlich ein gefährliches Virus. Manchmal war ich von der Flut an Informationen überfordert.

Trotzdem bin ich zügig voran gekommen und habe nach so manchen Kapiteln das Buch nicht aus der Hand legen können, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht.

Charaktere nur ein Beiwerk der Handlung

Dr. Kate Warner und David Vale nehmen den größten Teil der Geschichte ein.
Ich muss sagen, dass die Charaktere unter der einnehmenden Handlung stark leiden. Es gibt kaum Gefühlsregungen, die mich mit ihnen hätten mitfühlen lassen. So sind sie lange einfach nur Beiwerk. Erst zum Ende hin bekommen sie etwas mehr Tiefe. Für mich leider etwas zu spät.

Der Schreibstil ist weitestgehend emotionslos und erinnert mich eher an einen Bericht. Ich finde aber, dass es zu der Geschichte passt. Ausufernde Beschreibungen oder gar gefühlsduselige Schwafeleien hätten hier albern gewirkt.

Übertriebenes Finale

Hier ist es einfach zu viel. Die Handlung überschlägt sich regelrecht. Der Leser wird mit haufenweise Informationen zugeschüttet, obwohl er eigentlich genug mit der actiongeladenen Story zu tun hat. Außerdem erscheint mir die Auflösung dann doch zu weit hergeholt und unrealistisch. Am Ende war ich wirklich froh, dass ich es geschafft habe.

– Fazit –

Ich kann die Begeisterung meines Mannes nicht ganz teilen. Ich finde die aufgegriffenen Themen interessant und die Handlung erscheint mir gut durchdacht, aber mit der Komplexität und den unnahbaren Charakteren hatte ich meine Probleme.

– Weitere Meinungen –

Fluchtpunkt lesen // Buchstapelweise // Chimiko’s Welt


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