Bloggen nach Redaktionsplan – meine Erfahrungen

6. Januar 2016 / Blogg about... / 4 Comments

Hallo Ihr Lieben,
zum Ende des Jahres haben sich viele Blogger Gedanken über ihr Blogverhalten gemacht. Wie soll man das Bloggen mit Arbeit, Familie, Freunde und sontigen Verpflichtungen in Einklang bringen? Auch ich habe von diesem Problem im letzten Jahr ein Lied singen können und habe mich riesig über die zahlreichen Posts zu diesem Thema gefreut.

Der Redaktionsplan – Die Rettung aller Probleme?

Ich habe im Rahmen dieser Diskussion bei den Mädels von Herzpotenzial zum ersten Mal von einem Redaktionsplan in Zusammenhang mit dem Bloggen gehört. Ich fand den Gedanken dahinter meine Artikel genauer und über einen längeren Zeitraum zu planen echt interessant und habe mich genauer informiert.

Wie funktioniert ein Redaktionsplan?

Ich habe mich also hingesetzt und mich zunächst gefragt: Wie viele Posts möchte ich im Monat veröffentlichen? An welchen Tagen möchte ich diese veröffentlichen? An welchen regelmäßigen Aktionen nehme ich teil?

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Das Ergebnis: Ich wollte an 3 bis 4 Tagen die Woche einen Post veröffentlichen (Montag, Mittwoch, Sonntag – ggf. noch Samstag). Wenn ich die festen Aktionen wie die Montagsfrage von Buchfresserchen und monatliche Posts wie meine Monatsrückblicke berücksichtige, komme ich auf ca. 4 bis 5 Posts, die ich mit Material wie Rezensionen, Vorschauen oder anderen buchigen Themen füllen muss. Die regelmäßigen Beiträge machen ja nicht viel Arbeit, dachte ich mir in dem Moment.

WordPress Plugin als Hilfsmittel

Für WordPress gibt es ein ganz tolles Kalender-Plugin zur Erstellung eines Redaktionsplans: Editorial Calendar Plugin. Das ist letztendlich ein Kalender, mit dem ich an einem bestimmten Tag einen Postentwurf hinterlegen und diesen anschließend weiter bearbeiten und letztendlich veröffentlichen kann. Eine super tolle Sache, da man so den Überblick behält, wann welcher Post online gehen soll. Außerdem kann ich per Copy & Paste ganz einfach Postvorlagen für ähnliche Artikel für mehrere Wochen vorbereiten und muss nur noch Kleinigkeiten bearbeiten.

 
2 Monate habe ich es versucht!

Und warum hat es dann nicht funktioniert?

Der Zwang zu Bloggen! Die Arbeit mit einem Redaktionsplan oder auch nur der Wunsch an festen Wochentagen zu Bloggen erfordert Disziplin und die Voraussetzung von Themen, über die man schreiben möchte.

Für mich ist das ganz schnell in Stress ausgeartet. Ob ich nun an einem Sonntag mehrere Posts vorbereitet oder noch fix an einem Blog-Tag einen Beitrag geschrieben habe. Es war immer ein Zwang dahinter. Der Gedanke: „Ich muss diesen Post jetzt noch veröffentlichen.“ hing dauerhaft in meinem Kopf. Dadurch habe ich angefangen die Beiträge nur schnell „hinzuklatschen“ und habe weniger auf die Qualität geachtet. Und ist das der Sinn hinter dem Bloggen? Sicher nicht! Irgendwann habe ich dann trotz Redaktionsplan nichts mehr veröffentlicht, weil es mich nur noch genervt hat. Gleichzeitig habe ich dadurch auch die Verlinkung in den sozialen Netzwerken vernachlässigt und damit selbst mit veröffentlichten Beiträgen sowieso kaum jemanden erreicht.

Was habe ich für mich mitgenommen?

Klar, ich möchte mit meinen Beiträgen euch da draußen erreichen. Natürlich möchte ich, dass Menschen meinen Blog lesen und kommentieren. Aber vor Allem möchte ich, dass mein Blog MIR Spaß macht und ich interessante Beiträge veröffentliche, in denen mein „Herzblut“ drin steckt.

Ich schmeiße nun also alle Pläne über den Haufen und blogge wann und wie es mir gefällt – so wie am Anfang meiner „Bloggerkarriere“. Wenn ich etwas zu sagen habe, mache ich das und wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Diejenigen, die sich für meinen Blog interessieren, werden das sicher auch so tun.

Wie handhabt ihr das denn mit dem Bloggen? Oder was wünscht ihr euch als Leser von Bloggern?

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4 responses to “Bloggen nach Redaktionsplan – meine Erfahrungen

  1. Ja, das mit dem Redaktionsplan ist so eine Sache. Da ich im „echten Leben“ für eine Werbeagentur arbeite, habe ich täglich mit Redaktionsplänen zu tun und im Beruf funktioniert das sehr gut. Aber da steckt auch ein ganz anderer Druck dahinter. Immerhin verdiene ich damit meine Brötchen.
    Mein Blog ist mein Hobby, mein Ausgleich und meine Möglichkeit über die Dinge zu schreiben, die mich wirklich interessieren und auf die ich Lust hab. Aber brauche ich dafür einen Redaktionsplan? So halb halb.
    Natürlich kann man sein „wahres Leben“ auch beim Bloggen nicht ganz abstellen und aus meiner Arbeit kenne ich die Vorzüge von Redaktionsplänen. Allerdings sehe ich das so wie du. Bloggen soll Spaß machen. Es ist meine Entspannung. Druck und Zwang haben da nichts zu suchen.
    Dennoch ist Planung durchaus von Vorteil. Ich weiß, dass ich gerne 2 Posts pro Woche veröffentlichen möchte, wann genau, lass ich aber offen. Und ich habe eine grobe Liste an Themen, die immer länger wird. Daraus kann ich wählen. Somit habe ich also sowohl einen Zeit- als auch einen Themenplan. Auf beides kann ich zugreifen, was mir die Arbeit deutlich erleichtert 🙂
    Doch sobald ich merken würde, dass das in Stress ausartet, würde ich es sofort sein lassen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, ein festes Regelwerk gibt es sowieso nicht!
    Viele Grüße
    Janina

    • Yvonne

      Hallo Janina,
      danke für deine ausführlichen Gedanken. Die Arbeit in einer Werbeagentur stelle ich mir spannend, aber auch echt anstrengend vor, vor Allem kurz vor den berühmten Deadlines.

      Ich gebe dir recht. So ganz kann man den Gedanken, der hinter einem Redaktionsplan, niemals abstellen. Dafür ist das Bloggen eben auch Arbeit, die Planung und eine gewisse Regelmäßigkeit voraussetzt. Ich versuche trotzdem weiterhin 3 Beiträge in der Woche zu veröffentlichen und mache mir Gedanken darüber, was ich in den nächsten Wochen veröffentlichen möchte.

      Die Tatsache, dass ich (fast) ausschließlich auf feste Termine verzichte, nimmt mir eine Menge Druck und schon kommt der Rest von allein.

      Liebe Grüße
      Yvonne

  2. Hallo 🙂

    Ich habe seit Ende Dezember auch eine Art Redaktionsplan. Auf die Idee kam ich, da ich merkte, dass ich viel zu unregelmäßig gepostet habe und ohne richtigen Plan meinen Blog schnell vernachlässige. Daher habe ich entschieden, alle drei Tage was zu posten und habe auch so den perfekten Rhythmus für mich gefunden. Es gibt natürlich Blogger die jeden zweiten Tag oder jeden Tag was veröffentlichen und das würde ich manchmal auch gerne tun, aber ich hab einfach eingesehen, dass das mit zu viel Stress verbunden wäre. So wie ich das zur Zeit handhabe, macht es mir Spaß und ich bin bisher auch gar nicht unter Druck geraten 🙂

    Liebe Grüße,
    Elena

    • Yvonne

      Hallo Elena,
      das ist super, dass du deinen Rhythmus gefunden hast. Alle drei Tage ein Post klingt gut. Ich denke mehr braucht es auch gar nicht, weil dann die Chance groß ist, dass der ein oder andere Inhalt untergeht.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim (entspannten) Bloggen!

      Liebe Grüße,
      Yvonne

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