Am Ende der Welt traf ich Noah (Irmgard Kramer) | Rezension

22. Oktober 2015 / Rezensionen / 2 Comments

Meine Meinung zum Buch:

Erste Gedanken vor dem Lesen…

Eigentlich hatte ich nie vor dieses Buch zu lesen. Auf einmal tauchten im Netz immer wieder Rezensionen auf, in denen die Leser verdeutlichten, wie sprachlos sie nach dem Lesen dieser Geschichte wären. Dann hatte mich die Neugier gepackt. Ich musste unbedingt wissen, was an diesem Buch so besonders sein soll.

Jetzt verstehe ich es und ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe. Die Geschichte berührt, macht fassungslos, bringt einen zum Lachen und zum Weinen. Selten packte mich ein Buch auf so vielfältige Art und Weise. Selbst jetzt beim Schreiben dieser Rezension bekomme ich noch Gänsehaut.

Einstieg…

Von Anfang an habe ich mich beim Lesen wohl gefühlt, auch wenn ich mich zunächst an die vielen Wiederholungen gewöhnen musste. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive der jungen Arzttochter Marlene geschrieben. Das Mädchen möchte aus ihrem Leben ausbrechen und greift sich in einer Kurzschlussreaktion einen verwaisten roten Koffer und landet damit im Abenteuer ihres Lebens.

Handlung…

Ich habe die Handlung voller Neugier verfolgt. Ich wollte wissen, warum sich eine Nonne, ein Gärtner und ein Koch an einem so abgelegenen Ort um den blinden Noah kümmern. Dieses skurrile Quartett hat mich fasziniert und macht die geheimnisvolle Villa Morrison noch besonderer. Mit der Zeit entwickelt sich beim Lesen ein zunehmendes Gefühl der Beklemmung. Das scheinbare Paradies entpuppt sich als Noahs Gefängnis!? Oder doch nicht? Die Handlung wird immer undurchschaubarer, verwirrender, surrealer … und gerade das macht sie so unglaublich spannend. Was ist wahr? Was ist Einbildung?

Charaktere…

Noah und Marlene habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Beide sind alles andere als perfekt. Manchmal habe ich über Marlenes Aussagen den Kopf geschüttelt, ein anderes Mal musste ich über Noahs trockene Antworten herzhaft lachen. Es ist einfach faszinierend und anrührend die beiden auf ihrem Weg zu begleiten.

Schreibstil…

Irmgard Kramer schafft mit ihrem Schreibstil eine Atmosphäre, derer ich mich nicht entziehen konnte. Dem ein oder anderen mögen manche Formulierungen zu kitschig sein, aber ich habe es hier als passend empfunden.

Ende…

Das Ende ist anders, vollkommen unerwartet. Ich hätte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Ich wusste nicht mehr wohin mit meinen Gefühlen. Ich war wütend, traurig, fassungslos, aber irgendwie auch glücklich – einfach vollkommen aufgewühlt. Ich kann es gar nicht hinreichend beschreiben. Man muss es selbst erleben.

Fazit:

Das Buch legt man nicht einfach zur Seite und beginnt mit einer neuen Geschichte. Ich habe mich in diese Story mit all ihren skurrilen Details verliebt. Am Ende der Welt traf ich Noah ist ein ganz besonderes Leseerlebnis und definitiv eines meiner persönlichen Highlights 2015.

Weitere Meinungen zum Buch:

Nightingale’s Blog // Tanjas Rezensionen // Skyline of Books


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2 responses to “Am Ende der Welt traf ich Noah (Irmgard Kramer) | Rezension

  1. Liebe Yvonne, ich danke dir sehr für deine schöne Rezension. Hab sie auf meine Homepage gestellt und mit deinem tollen Blog verlinkt, hoffe, das ist okay. Wünsch dir alles Gute und noch viele schöne Geschichten. Herzliche Grüße Irmgard

    • Yvonne

      Hallo Irmgard,
      das ist ja toll, dass du den Weg hierher gefunden hast und dir meine Rezension gefällt. Ich freue mich, dass du diese gleich auf deiner Homepage verlinkt hast.

      Liebste Grüße
      Yvonne

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