Abgeschnitten / Sebastian Fitzek, Michael Tsokos

18. November 2012 / Rezensionen / 1 Comment

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …


Abgeschnitten / Sebastian Fitzek, Michael TsokosAbgeschnitten von Sebastian Fitzek, Michael Tsokos
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 26. September 2012
ISBN: 3426199262
Seitenzahl: 400
Genre: Krimi & Thriller
Goodreads / four-stars (Mehr Infos zum Bewertungssystem)

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert...


Meine Meinung

Wie habe ich dem Erscheinungstermin entgegen gefiebert.

Fitzek und Tsokos – Thriller-Autor und Rechtsmediziner – das muss doch einfach ein gutes Buch werden.

Die E-Book-Version ist durch einige Bilder und einem Video angereichert. Das Video lässt sich allerdings nicht auf dem Reader abspielen, sondern muss auf dem Rechner gesehen werden.

Die Details auf dem sonst recht einfach gehaltenem Cover sind außergewöhnlich. Hat jemand mal die Nummer auf dem Cover angerufen? Ich habe mich nicht getraut. 🙂

Für Weicheier wie mich sind solche Stories wahrlich schwere Kost.

Vergewaltigung, Obduktion, Mord, … Fitzek weiß wie man diese Dinge gut und vor Allem spannend verpackt und somit die breite Masse begeistern kann. Die hinzukommenden gerichtsmedizinischen Details durch Tsokos waren überaus interessant und haben sich wunderbar in die Story eingefügt.

Viele kurze Kapitel und Wechsel der Perspektiven lassen das Buch zu einem schnellen und heftigen Lesevergnügen werden. Die gut ausgearbeiteten Charaktere runden die Sache ab.

Normale Personen, die auf einmal aus ihrem alltäglichen Leben gerissen werden. So fällt es dem Leser leicht, sich mit diesen zu identifizieren. Wie würde ich wohl reagieren, wenn ich eine Leiche sezieren sollte?

Die Sprache ist einfach. Fitzek bringt die Sache auf den Punkt – unkompliziert und direkt. Momente, die einen ohnehin schon die Luft scharf einsaugen lassen, werden umso detailreicher beschrieben. Schwache Nerven haben hier wahrlich nichts verloren.

Es hätte toll werden können, und doch kommt mein großes „Aber“.

Was war denn das bitte für ein Ende?

Ich habe Fitzek immer dafür gelobt, wie er die verschieden Handlungsstränge am Ende zueinander führt, aber hier ist ihm das nicht gelungen. Der Schluss wirkt übertrieben konstruiert, dass es fast schon ein wenig albern war.

Schade, es wäre fast perfekt geworden.

Fazit

Fitzek und Tsokos haben dennoch einen tollen Roman zustande gebracht, den ich besten Gewissens weiterempfehlen würde. Ich bin allerdings noch Besseres von Fitzek gewohnt.


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